Lucy Fricke – Töchter

Posted on

Betty ist eine ruhelose Seele. Als Journalistin kann sie dieser Rastlosigkeit wunderbar nachkommen: Sie reist. Dank der Aufträge nie ganz ziellos und doch lässt sie sich gern treiben. Liebt es, unverbindlichen Sex zu haben, in jeder Stadt findet sich eine einsame Seele. Sie ist routiniert im Schließen von kurzen Freundschaften. Es gibt wenige Konstanten in ihrem Leben. Eine davon ist ihre beste Freundin seit Studiumszeiten. Martha, die seit Jahren erfolglos versuchte ein Kind zu bekommen. Sie und ihr Mann Holger versuchten mit einer verzweifelten Routine endlich eine Familie zu werben: Arzttermine, Hormone, Sex, Arzttermine, Schwangerschaft, Arzttermine, noch mehr Hormone, Fehlgeburt und dann wieder zum Arzt. 
Diese beiden sehr unterschiedlichen Frauen verbindet aber eine recht ähnliche Kindheit und ein ähnlich schwieriges Verhältnis zu ihren Vätern. Spannend eigentlich, wenn man bedenkt, dass die beiden Frauen inzwischen um die Vierzig sind. Weit entfernt vom Abnabelungsprozess. Und doch scheinen die Väter präsenter als je zuvor im Leben der beiden zu sein.