Laetitia Colombani – Der Zopf

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Das Haar übt seit Jahrtausenden eine Faszination aus. Bereits in der Antike spielte Länge und Fülle des Haares eine wichtige Rolle bei der Selbstdarstellung. Griechische wie germanische Krieger waren stolz auf ihre langen Mähnen. Lange, glänzende Zöpfe, gepflegt mit teuren Ölen, waren ein offensichtliches Zeichen von reichen Frauen. 
Glatzen und kehlgeschorene Köpfe hingegen waren Zeichen von Armut oder aber Demut. So viele Priester- und Mönchskasten, die ihre Bescheidenheit in ihrer Haarlosigkeit zeigt. Trauernde Witwen rasierten sich zum Zeichen des Verlustes ebenfalls schon in der Antike die Köpfe. Während die wohlhabenden Ägypter sich bereits in frühsten Dynastien auf das Knüpfen von wunderschönen Perücken verstanden, um den lästigen Läusen ein Schnippchen zu schlagen. 
Die Kulturgeschichte des Haares (und jetzt nur bezogen auf das Haupthaar) ist so reichhaltig und durch alle Jahrhunderte und über alle Kulturkreise hinweg vielfältig und symbolbeladen. Wäre die Kopftuchdebatte ebenfalls eine so heftige, wenn es um Gürtel oder Handschuhe gehen würde? So oder so: Das Haar ist faszinierend.

Claire Fuller – Eine englische Ehe

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Als wir im Herbst/Winter des vergangenen Jahres unsere Vorschaulisten zusammengestellt haben, landete sehr schnell ein Buch auf unserer gemeinsamen Liste: Allein das Cover von “Eine englische Ehe” lässt uns beide begeistert seufzen. Die Handlung ihres zweiten Romans hat Claire Fuller dann auch noch so angelegt, das uns beiden bereits in der Vorschau klar war, dass es auf Herzpotenzial landen würde.