Der Roman Lempi das heißt Liebe auf einer grauen Decke

Lempi, die Ewig-Abwesende

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Das Gefühl der Unschärfe, wenn man etwas flüchtig aus den Augenwinkeln sieht; wenn etwas stets am Rande des eigenen Sichtfeldes bewegt und man den Kopf nie schnell genug in die richtige Richtung dreht. Dieses frustrierende Gefühl von vergeblicher Anstrengung kennen besonders auch Brillenträger, wenn die Augen nicht das machen, was man sich wünscht. Man sieht die Formen und Größe, erahnt Farben und doch fehlt ein letztes bisschen, ein My Verschiebung der Wahrnehmung um das Bild klar zu sehen. 
Genau dieses Gefühl der Unschärfe fängt Mina Rytisalo in ihrem Debüt “Lempi, das heißt Liebe” auf genauso zarte wie grausame Weise ein. Man begibt sich mit der ersten Seite auf die Suche nach Lempi, der wunderschönen Bauersfrau und findet doch nur Annäherungen an sie.

KURZ UND KNAPP | 5 Buchempfehlungen

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In den vergangenen Monaten habe ich viele Titel gelesen, die gut waren aber mich nicht zu einer längeren Besprechung reizen konnten. Trotzdem handelt es sich hierbei um Buchempfehlungen, weshalb ich sie euch nicht vorenthalten mochte. Das hat in erster Linie nichts mit der Qualität der Werke zu tun. Manchmal drängen andere Titel mehr besprochen zu werden. Oder der Alltag wird hektisch und das Buch gerät langsam in Vergessenheit.

Michel Faber – Das Buch der seltsamen neuen Dinge

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Als ich “Das Buch der seltsamen neuen Dinge”  von Michel Faber das erste Mal aufschlug, hatte ich so gar keine Ahnung, was mich erwartet. Der Klappentext verwirrte mich mehr, als das er mir einen Überblick verschaffte – aber er machte mich auch neugierig. Kein & Aber hat mich schon mehrfach positiv mit Büchern überrascht, die ich als eher experimentell bezeichnen würde. So viel schon mal vorweg: Auch dieses Mal war das wieder der Fall.

Robert Seethaler – Der Trafikant

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Aus unterschiedlichsten Richtungen wurde mir immer wieder “Der Trafikant” von Robert Seethaler empfohlen. Besonders Männer aus meinem Bekanntenkreis betonten immer wieder wie außerordentlich gut dieser Roman sei und dass man ihn unbedingt lesen solle. Anscheinend sind sie da nicht die einzigen, denn ich halte heute die neunte Auflage davon in der Hand.
Wie viele Bücher des Kein & Aber Verlags hat auch dieser Roman des österreichischen Schriftstellers einen hübschen Farbschnitt in blau, was ich sehr mag. Und irgendwie prägt die Farbe die Lesestimmung. Vielleicht hat aber auch der Verlag ein besonderes Gespür dafür, welche Farbe gut zum Inhalt der Bücher passt.

Das perfekte Buch für die Sommerferien: Ulf Stark – Unser Sommer mit Geist

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Wenn man zehn oder elf Jahre alt ist, dann erscheint einem der Sommer, genauer die Sommerferien, als eine magische, scheinbar endlose Zeit. Während für die Eltern der Alltag zum Großteil normal weitergeht, hat man selbst eine kaum fassbare Anzahl von freien Stunden. Stunden, die man herrlich verschwenden kann mit Schlendern, Herumliegen und der Suche nach Dingen, von denen man noch gar nicht weiß, dass man sie sucht. 

Dunkles Cover con "Von Vögeln und Menschen" mit Federn darauf neben echten Federn.

Margriet De Moor – Von Vögeln und Menschen

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Den letzten Roman von Margriet De Moor habe ich verschlungen. Ich war regelrecht süchtig nach ihrem Schreibstil. Jedes Wort eine leise Anklage, ein stilles Meeresrauschen, das einen sanft, aber unaufhaltsam durch die Geschichte treibt. 
Das Buch von dem ich spreche ist “Schlaflose Nächte” und ich möchte es euch hier nochmals vehement ans Herz legen. Es ist ein wundervolles Buch, das lange nachhallt. 

Nun ist gerade ihr neuer Roman “Von Vögeln und Menschen” erschienen und ich konnte es kaum erwarten, endlich dieser poetischen Erzählerin folgen zu dürfen. 

Klaus Modick Keyserlings Geheimnis neben Hyazinthe und Teelicht

Klaus Modick – Keyserlings Geheimnis

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Eduard von Keyserling hat ein paar der schönsten Novellen des 20. Jahrhunderts geschrieben. Zart, blumig und mit einem Hauch von Vergänglichkeit erzählt er vom Adel in seiner baltischen Heimat. Ein Adel, der bereits zu seiner Lebzeit nur noch die Fassade von Bedeutung aufrecht erhielt. Die Beschreibungen seiner Schlösser und Landschaften brachten ihm den Ruf als Impressionist der Literatur ein. Und wenn mich jemand fragt, welches seiner Werke ich empfehlen würde, kann ich mich nur schwer entscheiden.