Schnelldurchlauf: 3 Bücher kurz vorgestellt

Posted on

Immer mal wieder lese ich Bücher, die ich zwar gerne mit euch Teilen möchte, die sich aber nicht für eine ausführliche Rezension anbieten. Darum greife ich heute das Modell von Mareike auf und stelle euch drei Bücher in wenigen Sätzen vor.

Andrea Camilleri – Gewisse Momente

Ein absolutes Wohlfühlbuch! Ich bin erneut begeistert von diesem Autor, der hier in kurzen knappen Kapiteln von prägenden Begegnungen aus seinem Leben berichtet. Mal fröhlich oder beschwingt, mal melancholisch oder traurig. Viele der Begegnungen sind dem Zufall geschuldet, manchmal zieht es sich aber auch über mehrere Jahre. Wie zum Beispiel der Versuch, sich mit dem Autor Antonio Tabucchi (“Erklärt Pereira”) zu treffen. Ständig kommt den beiden etwas dazwischen. Alles in allem versammelt das Buch die Begegnungen, die Camilleri für den Rest seines Lebens geprägt haben und beim Lesen versteht man auch, warum das so ist. Dieses Besondere, das in jeder Geschichte mitschwingt, ist sogar für Außenstehende nachvollziehbar.

Joaquim Maria Machado de Assis – Da babylonische Wörterbuch

Ein Buch, das mehr Fragen aufgeworfen als Antworten gegeben hat. Ich habe es auf meinen Bahnfahrten zur Arbeit gelesen und ich glaube, meine Mitpendler waren sehr erstaunt über mich. Selten hatte ich so viele Fragezeichen im Gesicht. In vielen kleinen Geschichten “verdreht” der Autor Dinge und lässt zum Beispiel den Teufel die Bergpredigt halten oder eben jenen eine Kirche gründen. Tja, begeistert hat mich das Buch zwar nicht, aber ich habe trotzdem jede einzelne Geschichte gelesen. Das sagt ja auch etwas, oder?

Stewart O’Nan – Stadt der Geheimnisse

Von diesem Autor kannte ich bisher nur “Westlich des Sunset”, von dem ich sehr begeistert war. Da war ich natürlich auch neugierig auf die anderen Romane. Nun, “Stadt der Geheimnisse” ist das krasse Gegenteil dazu. Düster, düster und düster, viel mehr kann ich nicht dazu sagen. Denn nach langer Zeit habe ich mal wieder ein Buch abbrechen müssen, ich habe einfach keinen Zugang zu den Protagonisten gefunden. Auch im Setting – Jerusalem kurz vor der Staatsgründung Israrels – habe ich mich nicht zurecht gefunden. Doch es zeigt, wie vielseitig O’Nan ist und bestärkt mich eher darin, noch einmal ein anderes Buch von ihm zu lesen.

Habt ihr einen der drei Titel gelesen?

Eure Maike

  • Share

0 Comments

Leave a comment

Your email address will not be published.

Bitte erklär dich damit einverstanden, dass deine Daten einzig für den Zweck des Kommentarschreibens in unserem System gespeichert werden.