Monatsrückblick | Oktober 2018

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Coverbild Monatsrückblick mit liegenden Büchern

Es ist ruhig geworden auf Herzpotenzial in den letzten Wochen. Das liegt nicht daran, dass wir keine Lust mehr aufs Bloggen haben, sondern daran, dass das Leben bei uns beiden zugeschlagen hat. Da blieb nicht viel Zeit (geschweige denn Motivation) zum Lesen und Bloggen. 
Und ja, auch der Monatsrückblick im September ist ausgefallen – er kam hier einfach im Strudel der Ereignisse unter die Räder. Darum ist dieser Artikel eher ein “Best of” unseres Septembers und Oktobers für euch.

Hier

SPRACHLOS| Christina Dalchers Roman “Vox” handelt von Frauen, die um die Macht über ihre Stimme kämpfen und dafür sehr weit gehen.
SINN DES LEBENS| Bücher über eine Lebensphilosophie liest Maike eher selten, aber “Ikigai” hat sie sehr stark fasziniert.
LONGREAD| Mit einer gut erzählten Familiensaga kriegt man Maike, darum wird sie wohl auch die folgenden Romane von Elizabeth Jane Howard lesen.
FAMILIENSINN| Die Familie um Didi Drobnas Protagonisten Daniel ist zwar nicht mehr intakt, aber wenn es hart auf hart kommt, sind alle da.
LASS BLUMEN SPRECHEN| Solltet ihr “Der Blumensammler” von David Whitehouse noch nicht gelesen haben, dann holt es dringend nach!
ALTLASTEN| Der humorvolle Roman “Juliet, Naked” von Nick Hornby wurde verfilmt. 
GELDSEGEN| David Walliams neuster Kinderroman “Billionenboy” erzählt davon, dass man mit Geld nicht alles kaufen kann. 
ABSAGE|Mareike erklärt, warum sie mit Coming-of-Age-Romanen nichts anfangen kann.  
SUCHBILD| “Lempi das heißt Liebe” beleuchtet die Rolle der Finnen im Zweiten Weltkrieg.
KURZMELDUNG|Fünf Kurzempfehlungen für euch. 
KUNSTVOLL| In seinem neuen Roman “Gesichter” widmet sich Tom Rachman sich Künstlerkindern. 
DRACHEN|Die Memoiren der Lady Trent” sind die etwas andere Art von Fantasyroman, die auch Literaturliebhabern gefällt. 
BEZIEHUNGEN| “Loyalitäten” ist Delphine De Vigans hervorragende Erklärung für fast all unser Handeln. 
ODYSEE| Ein kleines Mädchen fällt in einen Teich und wird zur Heldin in der magischen Unterwelt: “Desta und das Labyrinth im Gartenteich“. 

Gelesen

Maike
Ich habe eigentlich recht viel gelesen in den letzten zwei Monaten. Ich habe viel Zeit in Zügen verbracht (Pendlerschicksal) und immer ein Buch dabei gehabt. Allein die Zeit zum Bloggen fehlte mir, denn ich habe meine freie Zeit mit dem Packen von Umzugskartons und Auseinanderbauen von Möbeln verbracht. Aber jetzt ist der Umzug durch und ich lebe mich gut in der neuen Wohnung UND in der neuen Stadt ein. Jetzt komme ich hoffentlich auch wieder häufiger zum Bloggen und kann die ganzen Rezensionen schreiben, die ich seit Wochen vor mir herschiebe, z.B. “Zeitenwende”, der abschließende Band von Carmen Korns Hamburg-Trilogie, bei dem ich die ein oder andere Träne vergossen habe. Oder Petra Hartliebs “Weihnachten in der wundervollen Buchhandlung”, denn mit Weihnachtsbüchern kann man gar nicht früh genug anfangen. Gelesen habe ich auch endlich “Das babylonische Wörterbuch”, das in der Manesse-Bibliothek erschienen ist und mich ganz schön herausgefordert hat. Und auch Meg Wolitzers “Das weibliche Prinzip” kann verbloggt werden, denn nach meinen Startschwierigkeiten habe ich es rasend schnell beendet. 

Mareike

In den letzten zwei Monaten habe ich dank meiner Fitbit-Uhr immer häufiger den Bus stehengelassen und bin zu Fuß gegangen. Ständiger Begleiter waren meine Bluetooth-Kopfhörer und immer ein gutes Hörbuch. So komme ich auf eine beachtliche Anzahl von Büchern, die ich so nebenbei  weggehört habe. Besonders gut gefallen haben mir dabei “Das rote Adressbuch” von Sofia Lundberg und “Neujahr” von Juli Zeh. Auch “Suns Laden” habe ich endlich gehört – ich hatte es schon ewig auf meiner Festplatte – und war sehr begeistert von der fantasievollen Alternativwelt im Berlin der Gegenwart.

Natürlich habe ich auch gelesen. Besonders schön fand ich “Kinder des Zufalls” von Astrid Rosenfeld. Intensiv und düster war “Dark Town” von Thomas Mullen, genauso wie “Mein Ein und Alles” von Gabriel Tallent. “Die letzten Tage das Patriarchats” sind einfach Pflichtlektüre für jeden politikinteressierten Menschen, der seinen Humor noch nicht verloren hat. 

Gemacht

Maike
Ich bin umgezogen! Nach neun Jahren in meiner Wohnung in Kiel habe ich meinen Lebensmittelpunkt in eine andere Stadt verlegt. Und ich hatte völlig verdrängt, was für ein Aufwand so ein Umzug eigentlich ist. Als sich vor zwei Jahren meine WG aufgelöst hat und ich mich räumlich vergrößern konnte, hatte ich schon einmal sehr stark aussortiert und dachte, dass mir das jetzt erspart bleibt. Aber nix da – ich bin eindeutig der sammelwütige Typ. Zum Glück kann ich mich aber auch sehr gut von Dingen trennen und so bin ich einmal radikal durch die Wohnung gefegt. Besonders Kleiderschrank und Bücherregal sind ausgedünnt. Trotzdem hatten wir noch eine Menge zu schleppen. Darüber hinaus habe ich nicht viel gemacht, die Vorbereitung hat einen großen Teil meiner freien Zeit gefressen. Nur einen Tag hatte ich mir noch für einen letzten ausgedehnten Spaziergang an der Förde reserviert.

Mareike
Im September war ich mit meiner Familie im Urlaub – wieder Cala Mesquida, wie im vergangenen Jahr. Doch ging dieses Mal Etliches schief und der Urlaub blieb nicht in der besten Erinnerung. Doch weiß ich jetzt, dass es nur die Ruhe vor dem Sturm war. Alles, was in den letzten Wochen passiert ist, erscheint inzwischen in einem dichten Nebel und ich kann euch nicht viel darüber sagen, außer, dass es Schicksalsschläge gibt, an denen man wohl sein Leben lang zu knabbern hat.

Nun geht es in rasanten Schritten auf die Weihnachtszeit zu und wir sind gespannt, ob die Zeit besinnlich wird – wir hoffen es beide sehr. 
Seid ihr schon bereit für das Jahresende?

Eure Maike und Mareike

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