Marikka Pfeiffer – Das springende Haus (Bd.1)

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“Das springende Haus – Einmal Hollywood und zurück” ist der erste Band einer Buchreihe rund um die Familie Wendelin, Lonni und ein besonderes Haus, das an jeden Ort der Welt springen kann. Da sind Abenteuer vorprogrammiert! Und das erste führt neben einem Filmstudio in Hollywood auch in den afrikanischen Busch und in ein Forscherdorf am Nordpol. 

Lonni, ein zehnjähriges Mädchen, ist mit ihren Eltern und deren Schneideratelier erst neu ins Blumenviertel gezogen – dieser Stadtteil liegt am Stadtrand und alle Straßen haben Blumennamen. Ihr neues Zuhause liegt im Tulpenweg und leider findet sie es hier schrecklich langweilig. Die Sommerferien haben gerade erst begonnen und sie kennt niemanden in der Nachbarschaft. Die Nachbarn scheinen alle alt und langweilig zu sein, nur das überwucherte Gelände direkt nebenan macht sie neugierig. 

Über ein Loch in der Hecke kriecht sie auf das Grundstück und trifft dort auf Nick, einen Jungen in ihrem Alter. Doch bevor sie sich unterhalten können, erscheint plötzlich hinter ihm aus dem Nichts ein Haus. Lonni hat damit unwissentlich das große Geheimnis von Nick und seiner Familie aufgedeckt: Sie besitzen ein Haus, das an jeden Ort der Welt springen kann.

Dabei schleichen sich auch immer mal blinde Passagiere an Bord. Dadurch gibt es einen kleinen Zoo hinter dem Haus – und das ein oder andere Tier sorgt dann auch für Chaos im Blumenviertel. Und dann sind auch noch Oma und Opa Wendelin verschwunden – die einzigen, die das Haus wirklich lenken und reparieren können. Nick und Lonni versuchen das Rätsel um deren Verschwinden zu lösen. Die Sommerferien verheißen also eine Menge Spannung und Abenteuer.

Wir haben den ersten Band mit Freude gelesen – die Kapitel haben eine schöne Länge und die Figuren sind lustig und vielseitig. Die süßen Zeichnungen von Cathy Ionescu sind eine tolle Ergänzung. Sie fängt perfekt die sympathischen Schrullen der einzelnen Familienmitglieder ein und umrahmt die Seiten kreativ und liebevoll.


Besonders schön: der völlige Verzicht auf Rollenklischees. Vater Wendelin kümmert sich liebevoll um das Baby, kocht gern. Die große Schwester Leo gibt gern mal den Ton an und geht mutig auf Suche nach wilden Tieren im Haus. Und insgesamt sind die Figuren alle herrlich einmalig und locker.

Ein wenig schade finde ich, dass die Innengestaltung komplett in Schwarz-Weiß ist. Die schönen Zeichnungen hätten uns in farbig noch viel besser gefallen. Und auch das Papier fühlte sich nicht so schön an. Da das Buch durchaus auch schon mit sechs oder sieben Jahren als Vorlesebuch funktioniert, hätte eine buntere Ausstattung gutgetan.

Anderer kleiner Kritikpunkt ist der Stil. Besonders die Phrase “Nick nickte” fanden wir eher anstrengend als lustig. Da man hier immer wieder über diese stolperte, fiel auf, wie oft Nick nicken musste. Schade – hier ist noch etwas Luft nach oben. 

Fazit

Das springende Haus ist eine schöne neue Reihe um die mutige Lonni und die Familie Wendelin. Mit liebevollen Zeichnungen und einer großen Portion Fantasie wird die Reihe wohl einen festen Platz in unserem Regal bekommen.

Eure Mareike


Marikka Pfeiffer und Cathy Ionescu: Das springende Haus. Einmal Hollywood und zurück
Verlag: Rowohlt rotfuchs
Gebunden, ca. 128 Seiten

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