DURCHGELESEN – Vier Bücher im November

Wie ich im diesem Beitrag bereits eingekündigt habe, möchte ich euch nun vermehrt Bücher in kürzerer Form vorstellen, wenn sie mich nicht absolut überzeugt haben. Ich denke, dass es auch durchaus interessant für euch sein kann, wenn ich mit einem Titel nicht warm werden konnte und warum. 

Vielleicht sind meine Kritikpunkte für euch vollkommen unerheblich oder sogar ein Grund mehr das Buch zu lesen. Nicht jedes dieser Bücher hier war vollkommen schlecht. Im Gegenteil: "Palast der Finsternis" und auch "Als wir fast mutig waren" haben mich beide sehr gut unterhalten und die Seiten flogen nur so. Doch so richtige Empfehlungen sind es dann doch nicht geworden. Warum, das könnt ihr nun hier lesen:

 

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Jen White - Als wir fast mutig waren|
Zwei Halbwaisen werden von ihrem wieder aufgetauchten Vater an einer Raststätte mitten im Nirgendwo "vergessen". Sie wollen eh nicht wieder zu ihm, stellte sich das Leben bei ihm doch schnell als unerträglich heraus. Die zwölfjährige Ich-Erzählerin Liberty muss sich und ihre kleine Schwester Billie irgendwie allein quer durch Amerika bekommen - ohne Geld, Papiere oder Freunde. Ein bitterer Jugendroman, der mit leichter Sprache und kindlicher Naivität daherkommt, einen aber regelmäßig mit brutaler Wucht direkt in die Magengrube trifft. Nicht unbedingt mein Lieblingsgefühl und doch durchaus empfehlenswert.

Tessa Hadley - Damals (abgebrochen)|
Jeden Sommer treffen sich ein paar Geschwister und deren Familien im geerbten Landhaus, um gemeinsam Urlaub zu machen. Jedes Familienmitglied ist auf seine Weise egozentrisch, leicht reizbar und stets kurz vor dem Nervenzusammenbruch. Diese Figuren gepaart mit eigentlich keiner vorhandenen Handlung (auf den ersten 200 Seiten) haben mich schließlich zum Abbruch bewogen. 

Stefan Bachmann - Palast der Finsternis|
Ein Buch aus der Lovelybox - Diogenes Edition. Vermutlich hätte ich sonst niemals dieses Buch gelesen. Doch die Geschichte vom vergessenen Palast unter der Erde voller Rätsel und Gefahren hatte ihren Reiz. Sprachlich und von der Figurengestaltung war das Buch zwar eher Mittelmaß, doch konnte es mich unterhalten.

Julie Estéve - Lola|
Als subversiver Roman in feministischer Tradition angekündigtes Werk, das einfach so unglaublich gestrig und schmuddelig daher kommt, dass ich mich ärgere. Eine attraktive Frau vögelt ungehemmt durch Paris und alle Männer öffnen sofort bereitwillig die Hose. Alles in diesem Buch passiert aus Frust und Liebeskummer heraus. Selten habe ich ein Buch gelesen, in dem sich eine Figur so sehr selbst belogen hat - und das alles ohne Entwicklung, ohne Alternative. Ein Schlag ins Gesicht jeder denkenden Frau.

Vielleicht geht es euch genauso oder ihr habt eines der Bücher geliebt: Lasst es mich in den Kommentaren wissen.

Eure Mareike

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1 Kommentar

  • Antworten ahukader 14. November 2017 um 16:02

    Ich habe Lola als Rezensionsexemplar gelesen und muss sagen, dass mich viel mehr die Geschichte der Frau dahinter interessiert hat und ich mir Gedanken darüber gemacht habe, was einer Frau denn so Schlimmes passieren kann, dass sie sich selbst als Frau so sehr erniedrigt und ihren Wert mindert.

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