Den Herbst erleben mit Neugierde und Kreativität

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Während ich in den vergangenen Jahren bereits im frühen September voll im Herbstmodus war, konnte ich mich in diesem Jahr nur schwer auf den Jahreszeitenwechsel einstellen. Dies lag auch am Jahrhundertsommer, der schlicht bis in den Oktober strahlte und uns sehr lange mit Temperaturen versorgte, die nicht an Kürbis, Tee und Kastanienbasteln erinnerte.

Im Gegenteil: Ich habe bis heute keine Herbstdeko aufgestellt, kein Zierkürbis hat es in meine vier Wände geschafft. Vermutlich gehe ich bald direkt zur Weihnachtsdekoration über. Man muss realistisch bleiben: Alles andere lohnt jetzt nicht mehr.

Doch ist das mein Blick darauf und nicht der des Goldkindes. Sie hatte ihre ersten echten Herbstferien als Schulkind und damit ist ganz offiziell Herbst. Daran kann keiner zweifeln, der sieben Jahre alt ist. 
Auch Kastanien, Eicheln und bunte Blätter finden regelmäßig ihren Weg zu uns nach Hause. 
Sie hatte auch schon früh – mit strengem Blick – alle Bastelbücher herausgesucht und für die herbstlichen Nachmittage bereitgelegt. Und ja, ich gebe es zu, mich plagt etwas das schlechte Gewissen, dass ich nicht mit größerer Energie den Jahreszeitenwechsel mit ihr erlebe und feiere. 
Umso besser, dass uns drei besondere Dinge aus dem neuen Lawrence King Verlag erreichten! 

Zum Einen das sehr interessante und literarisch geschriebene “In 80 Bäumen um die Welt” von Jonathan Drori, das, angelehnt an den Klassiker von Jules Verne, dessen Route nachverfolgt. Dabei lernt man 80 Bäume kennen, an denen theoretisch auch Phileas Fogg vorbeigekommen wäre. Zauberhaft, kundig und detailreich illustriert ist dies ein ganz besonderes Buch.
Dazu passend, wenn auch für kleinere Baumfreunde gedacht: “Mein Naturbuch” von Nina Chakrabarti. Ein Activity-Buch zum Malen, Basteln und in-die-Natur-Gehen und Dinge-Entdecken. 
Und zu guter Letzt: “Bäume und Blätter. Ein Memo-Spiel” – ein Memory, bei dem man ebenfalls eine Menge Bäume kennenlernt.  

Zugedeckte Memory-Karten mit Blättermotiv und Kinderhand


Das Baummemory ist tatsächlich der Hit bei uns. Dachte ich zunächst, dass wir die klassische Memory-Phase hinter uns gelassen hätten, hat uns dieses auf ganz neue Weise herausgefordert. Die Karten zeigen nicht das Motiv in doppelter Ausführung, sondern einmal den gesamten Baum in der Totalen und auf der anderen Karte das dazugehörige Blatt und ggf. die Baumfrucht. 
Die gezeigten Bäume sind außerdem nicht die geläufigsten. Wer denkt, dass hier Apfel- und Kirschbaum vorkommen, täuscht sich. 
Die Chilenische Araukarie und die Sassafras sind inzwischen in unseren aktiven Sprachgebrauch übernommen worden. Und da wir die Bäume und ihre Blätter gemeinsam während des Spiels lernten, sind die Chancen zwischen Kind und Erwachsenen recht gut verteilt. Das bedeutet, dass hier nicht so schnell Langeweile aufkommt.

Wir liefern uns also spannende Spielrunden und lernen ganz nebenbei etwas Neues. Dass dieses Spiel bereits einen tieferen Eindruck bei uns hinterlassen hat, haben wir in unserem Spanienurlaub vor ein paar Wochen gemerkt: Wir haben etliche Bäume erkannt und uns gemeinsam daran erfreut. 
Auch die Chilenische Araukarie bei unseren Nachbarn sehen wir nun mit anderem Blick an – sehr liebevoll übrigens.


Die perfekte Ergänzung ist da “Mein Naturbuch”, das ebenfalls ganz nebenbei Wissen vermittelt, ohne das man es direkt merkt. Ein Mal-, Bastel- und Aktivitätsbuch so dick, dass es uns sicherlich bis in die langen Winternachmittage hinein begleiten wird. Eine absolute Win-Win-Situation, denn ich fördere mein Goldkind gern und fordere auch mich fast noch lieber gleich mit! Gemeinsam lernen wir spielerisch Neues und haben noch einen Grund mehr für ausgedehnte Spaziergänge in den umliegenden Parks und Wäldern. 
Dass die Spiele und Bücher dabei auch noch eine so fertige Optik und Haptik haben, macht sie für mich zu perfekten Geschenken und langjährigen Begleitern. 

Die weiteren Memories und Spiele aus dem Verlag werden zu Weihnachten bei uns einziehen. Es gibt neben einem Hunde-Bingo auch noch Vögel-Paare und Blumenfamilien, die ebenfalls wundervoll illustriert wurden. Wir mögen vielleicht ein Großstadtkind großziehen, doch im Herzen bereits jetzt eine Ronja-Räuberkind-Waldabenteurerin. 

Eure Mareike

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2 Comments

  1. Tastenklecks says:

    Hey!
    Das sind ja tolle Geschenkideen zu Weihnachten! Besonders “mein Naturbuch” würde ich mir auch selbst in´s Regal stellen (immer wieder nach unzähligen Stunden, in welchen ich darin schmöckern würde).
    Grüße aus der Pfalz,
    *Sara*
    (Tastenklecks.de)

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