The Fernweh Collective

Ich muss zugeben, dass ich lange Zeit den Magazinen abgeschworen hatte. Reicht mir lieber ein Buch, ich will Geschichten und nicht jede Menge Werbung für unbezahlbare Kleidung und Kosmetik, sagte ich. Doch der Zeitschriftenmarkt hat sich in den letzten Jahren gewandelt. Nicht schnell und vor allem abseits der großen Verlagshäuser. Wo mein ehemaliges Lieblingsmagazin „Couch“ zu einem grauenhaften Abklatsch seiner Selbst verkommen ist und kaum noch Überraschendes liefern kann, haben sich an anderer Stelle neue Ideen entwickelt. 

Kleine Indie-Mags füllen die Hohlräume aus, die sich im Zeitschriftenmarkt – nicht zuletzt dank der Digitalisierung – gebildet haben. Es sind ehemalige Blogger und Online-Journalisten, die mit frischen Ideen und besonderen Konzepten den Weg zurück ins Analoge wagen. Diese Magazine holen mich ab und können mich tatsächlich fesseln. Sie erzählen Geschichten und verlängern das, was ich an digitalen Formaten liebe, perfekt in die analoge Welt.
Ein sehr gutes Beispiel dafür ist mein aktuelles Lieblingsmagazin.

The Fernweh Collective

Als ich kürzlich eine Mail erhielt, ob ich die aktuelle Ausgabe von The Fernweh Collective vorstellen möchte, war ich nach einem kurzen Blick auf den dazugehörigen Blog davon überzeugt: Das ist genau meins. Nein, das ist keine Werbung, falls ihr nun den Verdacht habt. Ich habe ein Magazin gefunden, das Geschichten erzählt, wie ich es mag. In Bildern, die ein Sehnsuchtsziehen in mir auslösen. Melancholisch und klar. Texte, kurze und lange Geschichten von Menschen, die ein völlig anderes Leben führen als ich. Aussteiger erzählen in dieser Ausgabe namens „The Simple Life“, wie sie mit weniger Gepäck durchs Leben gehen und sich dafür reicher und erfüllter fühlen. Es ist eine Sache, von „Simplify your life“ zu sprechen, aber eine ganz andere, über Menschen zu lesen, die ein solches Leben LEBEN.
Jede Seite ist nicht nur ästhetisch ein Genuss, sondern auch voller Inspiration. Ich habe Geschichten über Van-Fahrer und ihre Reisen durch die Wildnis gelesen, die beiden Foodblogger von Krauttopf nach Neuseeland begleitet und mich mit zwei Berlinerinnen auf dem Himalaya von Bibi Blocksberg in den Schlaf hexen lassen.
Die beiden Redakteurinnen Belka und Strelka (nach den beiden ersten Hunden im Weltall benannt – typisch Berlin!) haben sich mit diesem Magazin einen Lebenstraum erfüllt. So findet man nicht nur Geschichten von ihren eigenen Reisen, sondern auch durchgängig eine ganz eigene Bild- und Layoutsprache in The Fernweh Collective.

Ganz besonders hat mir gefallen, dass es thematisch passende Film- und Buchtipps gibt. Tatsächlich kamen mir selbst ständig Titel und Szenen von Filmen und Büchern in den Sinn, die genau zu diesem monothematischen Heft passen. Es ist nämlich ein Erlebnis, sich in einem so hochwertigen, fein komponierten Magazin zu verlieren. Es fühlt sich wie ein kleiner Urlaub an, wenn man all diese wunderschön fotografierten Geschichten liest und direkt Lust bekommt, selbst ins Auto zu springen. Weit weg zu fahren – einfach nur raus.
Da es für heute zu spät ist, schaue ich wohl nochmal Captain Fantastic mit Viggo Mortensen. Einer meiner Lieblingsfilme über skurrile Aussteiger, die zu einer Beerdigung quer durch Amerika reisen. Denn manchmal kann man Fernweh so leicht kurieren: Ein gutes Buch, ein toller Film und man kann für ein paar Stunden abtauchen, bevor man wieder seinen Pflichten nachgehen muss.

Für mich ist klar: Ich brauche ganz dringend auch die anderen beiden bisher erschienenen Ausgaben: „Up North“ und vor allem „Jungle“ ziehen ganz bald bei mir ein.

Euer Glück, dass ihr mit „HerzpotenzialFernweh“ 10% Rabatt erhaltet. Denn wenn ihr auch ab und an dieses Sehnsuchtsziehen in der Brust habt, dann gehört ihr auch zum Club, zum Fernweh Collective.

Eure Mareike

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4 Kommentare

  • Antworten Sandra 11. Juni 2017 um 12:33

    Danke für den tollen Beitrag! Hört sich echt spannend an.
    Leider funktioniert der Rabattcode nicht mehr. Ist er vielleicht schon abgelaufen?

    • Antworten Mareike 11. Juni 2017 um 20:07

      Liebe Sandra,

      oh, das tut mir total leid. Ich habe sofort bei denen angefragt, was mit dem Code ist. Ich melde mich nochmal.

      Viele Grüße
      Mareike

    • Antworten Mareike 12. Juni 2017 um 19:28

      Liebe Sandra,
      wir haben den Code nochmal prüfen lassen. Er müsste eigentlich funktionieren. Magst du es nochmal versuchen?

      Viele Grüße
      Mareike

      • Antworten Sandra 19. Juni 2017 um 22:15

        Vielen Dank :) jetzt hat der Code funktioniert!

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