[Lieblingsbücher-Challenge] Rona Jaffe – Das Beste von allem

Im Rahmen der “Lieblingsbücher-Challenge” liest jede von uns noch einmal 12 ihrer Lieblingsbücher und präsentiert sie hier.

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Aufgefallen ist mir das Buch aufgrund eines Stickers auf dem Cover. Es sei das Buch, dass auch auf Don Drapers Nachttisch in der Serie Mad Men läge. Zu dem Zeitpunkt hatte ich die ersten beiden Staffel der Serie gerade vor Begeisterung regelrecht eingeatmet!! Aus diesem Grund hab ich das Buch einfach mitgenommen, ohne wie sonst immer, die ersten Seiten zu lesen.

Cover Das Beste von allem

Nach den ersten Seiten hatte ich direkt das Gefühl, in einer Folge Mad Men gelandet zu sein, gewisse Parallelen drängten sich einfach auf. Rona Jaffes Buch wurde 1958 veröffentlicht und wurde ein wahrer Bestseller. Sie erzählt die Geschichte von fünf jungen Frauen, die ihr Glück in New York suchen. Die Protagonistinnen könnten nicht unterschiedlicher sein und somit sind auch die Wege, die sie einschlagen, grundverschieden. Allen gleich ist dabei, dass sie nur das Beste von allem für sich beanspruchen und dieses Ziel hingebungsvoll und ehrgeizig verfolgen. Interessanterweise kreuzen sich die Wege der Frauen immer mal wieder, wodurch die einzelnen Geschichten zu einer großen Ganzen verwoben werden.

Rona Jaffe zeichnet ein faszinierendes Bild des New Yorks der fünfziger Jahre. Alles ist in Bewegung und scheinbar kennt man nur eine Richtung – aufwärts. Hier suchen auch Frauen nach Möglichkeiten des Aufstiegs und der Selbstverwirklichung ihres eigenen Lebenstraums. Sie lassen sich nicht mehr ausschließlich auf die Rolle der Ehefrau und Mutter festlegen, die in den Vorstädten allabendlich auf den Gatten warten, sondern wollen (oder müssen) ihr eigenes Geld verdienen. So dringen sie gewissermaßen in die „Männerwelt“ ein und müssen sich dort behaupten.

Ich glaube, dass das Buch bei seiner Veröffentlichung mindestens ein Skandälchen war. Die Autorin spricht immer wieder Themen an, die in der Öffentlichkeit tabu waren: Sexuelle Vorlieben, männliche Qualitäten, Mobbing am Arbeitsplatz, Drogenmissbrauch und die Nöte der Frauen aufgrund ihrer prekären Beschäftigungsverhältnisse. Dadurch ist es dem Leser aber möglich, die Moralvorstellungen und Werte der Zeit sehr gut nachzuvollziehen.

Ich habe das Buch beim ersten Mal in einem Rutsch gelesen (einer meiner persönlichen Page-Turner) und auch beim erneuten Lesen konnte ich es kaum aus der Hand legen. Und jetzt werde ich wohl auch Mad Men mal wieder raus kramen müssen…

Eure Maike

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