[Rezension] Die Analphabetin, die rechnen konnte – Jonas Jonasson

Dieses Buch haben wir euch im Dezember in unserem Buchgeschenke-Post empfohlen (lang, lang ist’s her). Der zweite Roman vom Autor des berüchtigten „Hundertjährigen“ war da bereits ganz oben in der Spiegel-Bestsellerliste…er hält sich bis heute unter den Top 3.

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Ich kann nicht genau sagen, woran es liegt, aber eine Platzierung auf der Liste des Spiegels hält mich häufiger vom Kauf eines Buches ab, als mein Interesse zu wecken. Das trifft auch auf die Bücher von Jonas Jonasson zu. Dieses hier habe ich im Dezember geschenkt bekommen, und dann tatsächlich ein wenig gezögert, bevor ich mit dem Lesen angefangen habe. Nur um festzustellen, dass mir das Buch ebenfalls gefällt (manchmal hat die Masse doch Recht…). Und mal ehrlich, das knallig gelbe mit dem lila Zebra und der Paketschnur ist für mich ein echter Knaller für den Winter!

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Zu Beginn verfolgt der Leser zwei Handlungsstränge, einen in Südafrika und einen in Schweden. In Südafrika beginnt die Geschichte Nombekos. Sie kann zu Beginn zwar nicht lesen und schreiben, aber rechnen. Im Laufe der Handlung bringt sie vor allem Letzteres immer wieder in interessante Situationen – Stichwort Atombombe. Dabei betrachtet sie alles immer unglaublich nüchtern, was sie ausgesprochen charmant macht. Der zweite Handlungsstrang begleitet Ingmar, seine Frau Henrietta und die beiden Söhne Holger I und Holger II. Im Laufe der Geschichte rückt Holger II aber immer mehr in den Vordergrund, sodass ich ihn ebenfalls als eine Hauptfigur bezeichnen würde. Die Wege von Nombeko und Holger II kreuzen sich im schwedischen Gnesta und – wie sollte es anders sein – sie verlieben sich…und stehen in Zukunft eine Menge verrückter  Dinge gemeinsam aus. Denn die Sache mit der Atombombe ist verzwickter als gedacht und noch lange nicht ausgestanden.

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Alles in allem kann ich das Buch als charmant bezeichnen. Meiner Meinung nach ist der historische Rahmen ausgesprochen gut recherchiert, die Erzählung ist schön in diesen Rahmen eingefasst. Auch die einzelnen Handlungsstränge lassen sich gut verfolgen. Das macht für mich das Lesen immer besonders angenehm. Dennoch war es für mich kein Buch, dass ich einfach so runterlesen konnte. Ich habe überraschend lange gebraucht, da ich es an einigen Stellen doch etwas langatmig fand. Besonders der Beginn des Handlungsstrangs um Holger II Vater hat mich nur mäßig begeistert.
Dennoch kann ich das Buch weiterempfehlen, es ist eine schöne Lektüre für nachmittags, die man auch mal für ein paar Tage aus der Hand legen kann und trotzdem den Faden nicht verliert.

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Eure Maike

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