Buchiger Monatsrückblick: Oktober

Okay, seien wir ehrlich: Der Oktober ist einfach vorbei gerauscht und wir alle nähern uns gedanklich mit großen Schritten der Weihnachtszeit. Die ersten Gedanken an Adventskalender, Weihnachtsverlosungen und Winterbuchrezensionen hängen in der Luft.
Doch bevor wir nun alle die Kerzen-Hamsterkäufe bei Ikea in Angriff nehmen, halten wir nochmal inne und schauen auf den Lesemonat Oktober zurück.Unser Oktober stand ganz im Zeichen der Frankfurter Buchmesse. Fast jedes unserer Gespräche drehte sich um die Planung und die Koordination der Termine dort. Wer hätte gedacht, dass unsere zweite Buchmesse so vollkommen anders verlaufen würde als die erste? Wir sind von einem Termin zum nächsten gesprintet. Unser Zeitplan funktionierte zwar einwandfrei und wir hatten immer genug Puffer eingebaut, aber weil wir unterwegs immer so viele tolle Büchermenschen getroffen haben und uns ein ums andere Mal verquatscht haben, wurde es hier und da doch mal knapp… Aber jedes Mal hat sich gelohnt, wir haben uns so sehr gefreut, euch alle wiederzusehen. Und zu unserer großen Überraschung sind wir auch diverse Male erkannt worden – damit hatten wir definitiv nicht gerechnet!
Und für alle, die unsere Messe-Schuhe kommentiert haben: Ja, wir schwören weiterhin auf hohe Hacken und nein, wir haben uns nicht eine Blase gelaufen :-)

Mareike


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Ich hätte nicht erwartet, dass ich euch heute tatsächlich so viele Bücher präsentieren kann, die ich im letzten Monat gelesen habe. Wirklich nicht! Schließlich habe ich aktuell das Gefühl in Terminen und Kleinkram erschlagen werde. Es ist unglaublich, was die Messe an Vor- und Nachbereitung nach sich gezogen hat. Aber so könnt ihr euch immerhin auf etliche Rezensionen im November freuen.
Zum Beispiel von „Die Straße der Pfirsiche“ von F. Scott Fitzgerald, das ich auf dem Rückweg aus Frankfurt im Zug quasi verschlungen habe. Herrlich und frisch! „Schwarze Liebe, Schwarzes Meer“ von Zülfü Livaneli hat mich durch den gesamten Monat begleitet, weil die Sprache nicht immer ganz eingänglich war.
Als Vorbereitung für die Messe habe ich „Junge Hunde“ von Cornelia Travnicek und „Morgen ist es vorbei“ von Kathrin Wessling gelesen und war beide Male von der intensiven Sprache der jungen Autorinnen gefesselt und auf der Messe völlig hin und weg von deren Coolness.
Ein absoluter Augenschmaus war „Wohnideen aus dem wahren Leben“, das mich direkt zum Umräumen und Neustrukturieren meiner Wohnung inspiriert hat – wenn ich denn Mal ein paar Minuten für sowas freischaufeln konnte.
Bereits vorgestellt habe ich euch das abenteuerliche Buch von Alex Capus „Reisen im Licht der Sterne“ und ganz bald folgt noch mein eher gemischter Eindruck von „Die Sehnsucht des Vorlesers“.

Maike


Wessling_Morgen_vorbei_CoverJunge HundeRehlein_erstaunliche_Wirkung_Glueck_Dumont_CoverDer DiebWeidermann_OstendeDie raunende Maske

Liegt es an mir oder wird dieses Jahr gegen Ende einfach immer ein bißchen anstrengender? Wobei ich mich eigentlich nicht beschweren kann – schließlich war diesen Monat Buchmesse und auch zwei Wochen später bin ich noch ganz furchtbar glücksselig. So viele tolle Menschen und alle stehen auf Bücher! Gut, anschließend war ich eine Woche lang krank, aber nach der Messe war das gar nicht so schlecht. Ich konnte mich in der Zeit nämlich schon mal den ein oder anderen Buchschatz widmen und weitere Bücher kaufen. Dadurch komme ich diesen Monat mal wieder auf eine ganz ansehnliche Lesestatistik.
„Morgen ist es vorbei“ von Kathrin Wessling und „Junge Hunde“ von Cornelia Travnicek habe ich als Vorbereitung auf die Messe gelesen. Beide Bücher durften mit nach Frankfurt und stehen jetzt – aufgrund massiv sympathischer Autorinnen – signiert im heimischen Bücherregal. Und auch „Die erstaunliche Wirkung von Glück“ von Susann Rehlein durfte mich begleiten und hat mir die Zugfahrt nach Frankfurt versüßt. Auf der Rückfahrt habe ich „Der Dieb“ von Fuminori Nakamura gelesen und bin auch jetzt noch ganz geflasht von diesem Buch (lest es!). Ein Buch, dessen Lektüre mir auch noch lange im Gedächtnis bleiben wird, ist Volker Weidermanns „Ostende„, aber eher, weil es mich sehr nachdenklich gemacht hat. Und dann habe ich diesen Monat natürlich noch „Die raunende Maske“ lesen müssen, den neuen Band „Lockwood & Co.“ von Jonathan Stroud. Einer dieser Autoren, auf die ich mich in Sachen Unterhaltung einfach verlasse – auch dieses Mal bin ich nicht enttäuscht worden.

Woanders


Im Vorfeld der Buchmesse hat der Kiwi-Verlag ein grandioses „Buchmesse-Alphabet“ veröffentlicht – perfekt zur Vorbereitung auf die fünf wilden Messetage! Von A wie Anstellen bis Z wie Zuhause ist alles dabei. Und es macht übrigens auch nach der Messe noch Spaß.
Natürlich kam auch wieder die Literaturblogger – Gefühlsblogger – Journalisten – Debatte auf und es ist ein Glück, dass Sophie von Literaturen die wichtigsten Beiträge daraus anschaulich gebündelt hat.
Abschließend noch ein kleiner Beitrag, der uns Buchmenschen aus dem Herzen spricht: Bei Goodreads wurden Zitate von berühmten Autoren gesammelt, wie die Welt wohl aussehen würde, wenn Buchliebhaber an der Macht wären. Die Kapitel als neue Zeiteinheit? Klingt doch nach einer sehr tollen Idee.

Also in diesem Sinne: Wir lesen uns in 5 Kapiteln wieder!

Eure Mareike und Maike

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