Maximilian Buddenbohm – Zwei, drei, vier: Wie ich zu einer Familie wurde

Das Internet ist groß – gewaltig mag man sagen, doch es gibt Namen, um die kommt man nicht herum, wenn man selbst a) Kinder hat b) aus Hamburg kommt c) intelligente Texte mag d) erzählende Blogs mag. In diesem Fall ist das eindeutig Buddenbohm. Für mich ist Herzdamengeschichten einer der wichtigsten Blogs, denen ich folge. Die Gespräche mit seinen Söhnen lassen mich regelmäßig über Stunden leise kichern. Seine Zusammenstellungen von Twitter-Highlights – Eindeutig mein Highlight im Newsfeed. Und dann stolperte ich zufällig über eines seiner Bücher….

Inhalt:

[lightgrey_box]Ich nahm einen Zettel und schrieb auf, welche Wörter unser Sohn schon sprechen konnte. Ich kam auf eine Zahl im unteren einstelligen Bereich. „Macht nichts“, sagte meine Herzdame, „wenn er etwas zu sagen hätte, wäre er ein Mädchen geworden.“
Das Abenteuer deines Lebens beginnt jetzt! Was eine Verlobung mit verbrannten Teppichen zu tun hat? Wie man sich im Zeitalter des Internets korrekt Märchen vorliest? Was man sagt, während man die Braut über die Schwelle stemmt? Und welche Gründe einen Mann von der Teilnahme am Geburtsvorbereitungskurs abhalten dürfen? Mit viel Humor und sehr charmant nimmt Maximilian Buddenbohm den Leser mit auf die Reise durch den Alltag eines werdenden Ehemannes und Vaters.[/lightgrey_box]

Das Buch beginnt mit wundervoll lustigen Dorferfahrungen des Autors bei der Familie seiner Herzdame. Wie bei Dorffesten üblich, wird ordentlich getrunken und der Autor blamiert sich vor der versammelten Dorfgemeinschaft. Herrlich komisch, herrlich wahr und herrlich uneitel! Und in dieser Weise geht es weiter. Man erlebt, wie aus dem jungen Liebespaar eine ernsthafte Beziehung wird und dann schließlich eine kleine Familie. Ich habe mich mehrfach sehr zusammenreißen müssen, um nicht laut in der S-Bahn loszulachen. Die Beobachtungen sind genau, weise und oft ziemlich überraschend.
Ich habe bereits in der Einleitung erwähnt, dass es sich bei dem Autor um einen sehr beliebten Blogger handelt. Das merkt man auch seinem Schreibstil an. Die Kapitel sind sehr kurz, kaum mehr als wenige Seiten und sehr auf einen Gedanken oder ein einzelnes Ereignis ausgerichtet. Man merkt durchaus den chronologischen Aufbau, doch manchmal wirken die verschiedenen Kapitel sehr zusammenhangslos. Bei Blogbeiträgen finde ich das logisch und verständlich, dass jeder Beitrag für sich steht. Doch in einem Buch wünsche ich mir schon einen roten Faden und eine halbwegs erkennbare durchgängige Handlung. Wurden hier einfach nur die Blogbeiträge in ein Buch kopiert? Der Eindruck bleibt ein wenig und schmälert etwas mein Lesevergnügen, denn ein Vergnügen war es absolut!
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Fazit: Ein ebenso charmantes wie lustiges Buch über das Familie werden und Familie sein. Im Stil einer Anekdotensammlung begleitet Maximilian Buddenbohm einen durch die ersten Jahre seiner Beziehung zu seiner Herzdame und ihrer gemeinsamen Familienplanung. Urkomisch und unglaublich wahr!

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Maximilian Buddenbohm – Zwei, drei, vier
Verlag: dotBooks
Seiten: ca. 257, Ebook ca. 5,99€
Leseprobe

Rezensionsexemplar, vielen Dank!

Eure Mareike

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