10 Bücher aus dem Frühjahrsprogramm, die Maike lesen möchte

Nach Mareikes Highlights am Freitag stelle ich heute die Bücher vor, die mir im Frühjahrsprogramm ins Auge gesprungen sind. Und auch dieses Mal fiel mir die Auswahl der Bücher schwer, wenn auch aus anderen Gründen. Beim Durchsehen der Vorschauen sprachen mich dieses Mal nur überraschend wenige Bücher an. 

Woran das lag? Ich habe keine Ahnung. Vielleicht waren es die Umstände: zu viel Stress in der letzten Zeit, eine Reihe von nicht so überragenden Leseerlebnissen und allgemein wenig Zeit zu lesen. Ich war dieses Mal wirklich wahnsinnig kritisch. Und so bin ich umso gespannter, ob meine 10 Highlights beim Lesen halten, was sie mir in der Vorschau versprochen haben. Ich habe sie jedenfalls sehr, sehr sorgfältig ausgewählt.

ANNELINA WALLER | Buddha Bowls (März 2017)

Buddha Bowls sind ein Trend auf Food Blogs, den ich mit wachsendem Interesse beobachte. Die wunderschönen Schüsseln, die mit allen möglichen gesunden Leckereien gefüllt werden, sind perfekt geeignet für das Mittagessen im Büro. Ich bin eh immer auf der Suche nach Alternativen zu belegten Brötchen und Currywurst, da passt das Buch einfach perfekt.

 

JEAN RHYS | Die weite Sargassosee (09.06.17)

Jamaika im 19. Jahrhundert. Die Sklaverei wurde gerade abgeschafft, die Welt ist im Umbruch und mittendrin versucht die junge Antoinette Cosway ihren Weg zu finden. Warum das Ganze ein Buch wert ist? Nun, weil die junge Antoinette die zukünftige Mrs. Rochester ist, die den meisten wohl als die Wahnsinnige aus Jane Eyre bekannt ist. Das Buch ist eines meiner Lieblingsbücher, daher interessiert mich diese Vorgeschichte wahnsinnig. Keine Ahnung, warum sie bisher durch mein Raster gerutscht ist, aber jetzt werde ich es auf jeden Fall lesen.

 

SELJA AHAVA | Dinge, die vom Himmel fallen (14.02.17)

Was ist, wenn ein kleiner Zufall plötzlich die ganze Welt aus den Angeln hebt? Wenn von einer Sekunde auf die andere nichts mehr so ist, wie es vorher war, und auch nicht mehr so wird? Genau mit dieser Frage beschäftigt sich Selja Ahava in ihrem neuen Roman. Absoluter Hingucker: Der Mare Verlag hat das Cover im gleichen Stil gestaltet wie beim Vorgänger „Der Tag, an dem ein Wal durch London schwamm“.

 

CLAUDIA LANFRANCONI | Frauen, die ihre Träume leben (03.05.17)

Was für ein geniales Cover! Dieses Buch ist mir sofort ins Auge gesprungen. Und da mich das Thema auch noch interessiert, ist es der perfekte Kandidat für diese Liste. Claudia Lanfranconi berichtet von faszinierenden Frauen, die gegen gesellschaftliche Ressentiments ihren eigenen Weg gingen und die Verwirklichung ihrer Visionen verfolgten. Ich bin gespannt, wessen Geschichten sie erzählen wird.

 

TAKIS WÜRGER | Der Club (03.03.17)

Hans Stichler erhält von einer Verwandten ein Stipendium für Cambridge unter einer Bedingung: Er muss ein Verbrechen aufklären. Ohne genau zu wissen, worauf er sich einlässt, sagt er zu. In Cambridge erhält er Zugang zum renommierten Pitt Club und betritt damit eine ihm völlig unbekannte Welt. Ganz im Ernst – ich muss dieses Buch lesen! Es klingt nach einer Geschichte, für die ich mir eine Nacht um die Ohren schlagen würde.

 

YEWANDE OMOTOSO | Die Frau nebenan (10.03.17)

Zwei Frauen, eine weiß und die andere schwarz, die so viel verbindet und noch viel mehr trennt. Die beiden Nachbarinnen pflegen auch im hohen Alter eine sehr vitale Abneigung füreinander. Doch dann müssen sie plötzlich gemeinsam auf engstem Raum leben und sind mehr oder weniger gezwungen, sich mit der anderen auseinanderzusetzen. Und so entwickelt sich eine Diskussion über die Gemeinsamkeiten und die Unterschiede ihrer Leben.

 

ALI SMITH | Wem erzähle ich das (März 2017)

Ali Smith wird als eine große Erzählerin gerühmt. Da wird es mal Zeit, dass ich ein Buch von ihr lese. In ihrem neuen Roman trauert die Ich-Erzählerin um ihre verstorbene Geliebte, deren Erinnerung sich in der gemeinsamen Wohnung zu einer Gestalt manifestiert. Die beiden Frauen beginnen wieder miteinander zu sprechen und diskutieren über Literatur und Kunst. Ich bin gespannt auf dieses Buch.

 

TONI MORRISON | Gott, hilf dem Kind (22.04.17)

Lula Ann kommt als so tiefschwarzes Baby auf die Welt, dass selbst ihre Mutter zu Tode erschrickt. Sie weiß um die Schwierigkeiten, die die Hautfarbe ihrem Kind in Amerika bringen wird und erzieht sie zu Unterwürfigkeit und Gehorsam. Doch Lula Ann will sich nicht fügen und begehrt als junge Frau gegen all das auf. Toni Morrisons neuer Roman zeichnet ein Bild der Situation der Schwarzen in Amerika und setzt ein starkes Zeichen gegen Rassismus. Mein absolutes Highlight in diesem Frühjahr!

 

RACHEL CUSK | Transit (03.05.17)

Der Inhalt einer astronomischen Spam-Mail spricht Faye eigentlich aus dem Herzen. Denn genau wie dort angekündigt ist ihr ganzes Leben im Wandel und regelrecht in einer „dauerhaften Übergangsphase“. Rachel Cusk erzählt in ihrem neuen Roman von den Rätseln der persönlichen Veränderung. Und warum es manchmal so schwierig ist, sich mit diesen zurecht zu finden und sie an sich selbst zu akzeptieren.

 

ANNA GAVALDA | Ab morgen wird alles anders (30.01.2017)

Natürlich dürfen Erzählungen auf dieser Liste nicht fehlen. Die französische Autorin erzählt in ihren Geschichte von unterschiedlichen Menschen, die durch ihre unzerstörbaren Hoffnungen, dass am Ende doch alles gut wird, geeint werden. Denn ab morgen wird alles anders, und da finden auch die Protagonisten von Anna Gavalda wieder ihr Glück.

 

 

Zehn Bücher, die ich mir in den nächsten Monaten noch einmal näher ansehen will. Ich bin gespannt, wie viele davon ich dann komplett lesen werde und welche mich auch begeistern. Und ja, bevor da Kommentare kommen: Ich weiß, dass meine Liste ausgeprägt frauenlastig ist. In dieser Hinsicht ist mein Geschmack eindeutig. Kennt ihr so etwas auch?

Eure Maike

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6 Kommentare

  • Antworten marayagmur 23. Januar 2017 um 22:05

    Liebe Maike,

    Du hast eine tolle Auswahl getroffen und wunderschön vorgestellt! So vieles interessiert mich! Von Ali Smith habe ich eine kurze englische Erzählung da, ich möchte sie ganz bald lesen! Geschichten von berühmten Frauen werden so selten erzählt (ich habe mich kürzlich gefragt, hat history etwas mit unserer patriarchalischen Gesellschaft zu tun…?), und obwohl ich grundsätzlich gegen solch eine ‚Gender-Labelierung‘ bin, geniesse ich solche Bücher einfach oft viel mehr als wenn nur von Männern erzählt ist, was ja sonst oft der Fall ist. Auch Rachel Cusks Buch hört sich sehr spannend an, ich habe es mir auf Englisch schon mal angeschaut und auch ihr Vorgänger ‚Outline‘ interessiert mich sehr… Yemande Omotosos und Toni Morrisons Bücher interessieren mich beide auch sehr und passen perfekt in mein Leseschema, habe bisher von beiden noch gar nichts gehört!

    Vielen Dank für diesen Post!

    Herzlich,
    Mara

    http://www.wonderful-ne-books.blogspot.de

    • Antworten Maike 5. Februar 2017 um 13:04

      Liebe Mara,
      vielen Dank für deine lieben Worte. Es freut mich, dass meine Auswahl auch andere toll finden. Die berühmten und starken Frauen sind bei uns ja immer wieder ein großes Thema, wir kommen einfach nicht daran vorbei. Geschichten bekommen durch verschiedene Perspektiven einfach viel mehr Facetten, daher bin auch ich gegen eine „Gender-Labelierung“. Die Vielfalt macht am Ende ein Thema spannend.
      Liebe Grüße,
      Maike

  • Antworten Fräulein Julia 24. Januar 2017 um 10:53

    „Dinge, die vom Himmel fallen“ und „Der Club“, an den beiden habe ich auch großes Interesse! Bei der „Sargassosee“ bin ich auf deine Meinung gespannt – ich hab es schon gelesen und mich eher durchgequält.

    • Antworten Maike 5. Februar 2017 um 12:59

      Jetzt bin ich noch gespannter auf „Sargassosee“ :-) ich werde auf jeden Fall berichten.

  • Antworten the lost art of keeping secrets 25. Januar 2017 um 07:26

    Liebe Maike, auf das Buch von Takis Würger bin ich auch schon sehr gespannt. Von den anderen Neuerscheinungen hatte ich noch nichts gehört, sie klingen aber alle interessant. Argh. Zu viele tolle Neuerscheinungen. Jedes Jahr dasselbe Dilemma ;)

    Liebe Grüße, eva

    • Antworten Maike 5. Februar 2017 um 12:56

      Liebe Eva,
      da hast du eindeutig Recht, viel zu viele gute Neuerscheinungen. Oder aber zu wenig Lesezeit.
      Liebe Grüße,
      Maike

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