LISTENLIEBE | Warum ich Listen brauche, um gut schlafen zu können

Ich bin ein Listenmensch. Listen bestimmen oft mein Denken und Tun. Sie sind meine kleinen Rettungsanker im chaotischen Alltag, in stürmischen Zeiten. Ohne ein kleines Gerüst, in das ich das Erwachsensein einordnen kann, fühle ich mich manchmal verloren.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn man abends eine Liste vollständig abhaken kann. Jeder Haken ist ein kleiner Sieg. Wenn ihr so wollt, dann sind meine To-Do-Listen mein Minigame im Alltag. Neue Aufgaben, ständig neue Herausforderungen, aber auch schnell erreichte Erfolge. Manchmal schreibe ich mir einige Bonus-Aufgaben auf meine Liste. Habe ich alle Einkäufe erledigt? Dann steht als Bonus ein Besuch in der Buchhandlung auf der To-Do. Yeah! Eine der „Aufgaben“, die ich am liebsten abhake.

5 Dinge, die Listen für mich sind:

|RETTUNGSANKER IN CHAOTISCHEN ZEITEN
|SEHNSUCHTSORTE 
|WUNSCHLISTEN
|MOTIVATIONSSCHÜBE 
|MEIN TRITT IN DEN HINTERN

Auch die Blogpflege organisieren Maike und ich in internen Listen. Darüber haben wir euch schon einmal in unserem Artikel Tipps für Buchblogger berichtet. Aktuell sitzen wir auch wieder an unseren Listen der Top-Titel aus den Herbstvorschauen. Wunschlisten und zugleich Übersichten über den weitläufigen Neuerscheinungsdschungel. Geplante Besprechungen, wichtige Themen, Aktionen und selbst unsere Messebesuche – in unserem Backend finden sich sehr viele Listen, die es uns erleichtern, zu zweit an diesem Blog zu arbeiten. So schaffen wir es, auch in enorm stressigen Zeiten, Herzpotenzial lebendig zu halten.

 

Listen, die ich momentan führe:

|Was ich in diesem Jahr gelesen|gehört|gesehen habe
|Wohin ich noch reisen möchte
|Was ich noch lernen möchte
|Welche Bücher ich noch lesen möchte
|Welche Bücher bereits hier ungelesen liegen
|Wen ich dringend anrufen muss
|Was ich vom Goldkind niemals vergessen möchte
|Geschenkelisten für Weihnachten (ganzjährig geführt und ständig revidiert)
|Welches sind meine Lieblingsgefühle (hierzu folgt bald ein Artikel)
|Was ich in meiner Wohnung noch verändern möchte
|Was ich an mir noch verändern möchte
|Was ich an mir mag

Ihr merkt schon: Listen sind sehr viel mehr als die offenen To-Dos. Sie können helfen, wieder klarer zu sehen. Aber auch kreativer, positiver und motivierter an alles heranzugehen. Nicht jeder Mensch ist ein Listenmensch. Die meisten Listen schreibe ich auf Papier, gern in schöne Notizbücher mit meinem eigenen System von Symbolen daran. Bei der Arbeit sortiere ich nach dem ABC-System die Aufgaben nach Dringlichkeit und spare mir so viel Zeit und unnötigen Druck.
Hier ist meine Geheimwaffe gegen Chaos und schlechte Laune: Mein Notizbuch ist ein absolutes Lieblingsstück, enthält Infos über Kollegen, Arbeitsabläufe anderer Abteilungen und alle Einweisungen, die ich je erhalten habe. Was wäre ich nur ohne mein Notizbuch!


Und so ist es auch zuhause. Ich habe so viele unterschiedliche – aber durchgängig wunderschöne! – Notizbücher, die ich mal mehr und mal weniger regelmäßig mit Listeneinträgen füttere. Jede neue Liste bedeutet wieder einen Moment Ruhe und Innehalten für mich. Dieser Augenblick, wenn man sich die Frage stellt: Was ist heute wichtig – was willst du heute schaffen? Ich liebe diesen Augenblick, denn in dem Moment weiß ich, dass ich wieder alles im Griff habe. Um mich herum mag ein Sturm an Aufgaben toben – doch schlussendlich setze ich an jedes Problem ein Häkchen. Die Belohnung ist klar: Ein Glas Wein und mein aktuelles Buch. Beides steht nicht auf der To-Do. Denn die Auszeitmomente muss man nur genießen, nicht abhaken.

 

Eure Mareike

 

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10 Kommentare

  • Antworten scarlett59 1. Mai 2017 um 16:31

    Hallo Mareike,
    ich kann Dich sehr gut verstehen, denn auch ich mache jede Menge Listen. Manche werden abgearbeitet, manche wieder verworfen und manche wachsen immer wieder an. Aber alle geben mir ein Gefühl des „alles-im-Griff-habens“.
    Ich wünsche Dir noch einen schönen Rest-Feiertag, Ute

  • Antworten Sommermaedechen 1. Mai 2017 um 17:23

    Hallo Mareike,

    Du sprichst mir aus der Seele, ich bin auch ein absoluter Listenmensch und fühle mich ohne Liste nicht komplett. Außerdem ist das Gefühl unschlagbar, am Abend eine Liste abzuhacken und das Gefühl zu haben auch etwas erreicht zu haben. Ich muss sehen können, dass wirklich etwas tagsüber passiert ist und dafür eignen sich ja Listen nun mal am besten.

    Einen wunderschönen Abend.
    Corinna

  • Antworten Petzi 1. Mai 2017 um 19:09

    Ich möchte diesen Artikel genauso unterschreiben und einmal auf meinen Blog kopieren. Ist bei mir nämlich auch so. <3

  • Antworten angeltearz 1. Mai 2017 um 19:38

    Hey Mareike,

    ich verstehe dich so gut. Ich habe mir vor einigen Jahren einen Filofax gekauft, weil meine Listen überhand nahmen. Jetzt haben meine Listen ein Zuhause und ich kann sie sogar sortieren.
    Wenn ich meine Listen nicht hätte, würde ich alles vergessen. Sogar Termine stehen drin und Kontakte und so weiter.
    Eigentlich wäre ich sogar echt aufgeschmissen, wenn ich den Filofax verliere… o.o

    Ich wünsche dir einen tollen, restlichen 1. Mai.

    Ganz lieben Gruß
    Steffi

    http://www.angeltearz-liest.de

  • Antworten Nanni 2. Mai 2017 um 08:08

    Liebe Mareike,
    ein sehr schöner Beitrag. Ich bastel übrigens schon länger an einem ähnlichen Beitrag, aber in ganz anderer Form, denn auch ich komme nur mit Listen durch den Alltag. Vielleicht ist das so, wenn man als Mutter noch viel anderes schaffen möchte und das möglichst gut gelaunt, um dem Kind das zu bieten, was es verdient.
    Ich notiere mir auch schöne Momente mit meiner Tochter (Familie) und natürlich Meilenstein wie Zähne, Worte usw.
    Mir gefällt besonders gut, dass du mit deinen Listen nicht nur Dinge erledigst, sondern auch deine eigene Form von Achtsamkeit ausübst. Bei Petzi habe ich vor einiger Zeit mal einen Artikel einer anderen Bloggerin zum Thema Abendrituale entdeckt und seitdem fülle ich meine Erinnerungsnotizbücher immer vor dem Zubettgehen aus. Das entspannt mich sehr.
    Morgens nach dem Aufstehen schaue ich zuerst in mein Bullet Journal, um zu wissen, was anliegt, welche Aufgaben erledigt werden müssen usw. Auch an meiner Arbeit habe ich mit einem solchen System gearbeitet.
    Liebe Grüße
    Nanni

  • Antworten Silvia 2. Mai 2017 um 18:21

    Ich bin auch eine Listenmacherin. Und besonders schön ist, wenn ich mal eine alte irgendwo finde und schaue, was mir vor ein paar Wochen/Monaten so wichtig war, dass ich es aufschreiben musste.
    Meistens sind es Stichworte auf Zetteln, hingeschmiert, aber wirksam.
    Schöner Beitrag
    Silvia

  • Antworten Anna 3. Mai 2017 um 07:31

    Ich verstehe dich total. Ich bin auch ein Listenmensch. Meist setze ich mich Sonntags hin und schaue, was ich alles geschafft habe und mache mir einen Plan für die nächste Woche. Außerdem setze ich mich jeden Abend nochmal kurz hin und kann anhand der Liste und des Tagesplans meinen Tag Revue passieren lassen und das finde ich echt entspannend :-)

    Liebe Grüße
    Anna

  • Antworten Naanie 7. Mai 2017 um 18:07

    Das hört sich nach einer wunderbaren Routine an.

  • Antworten Mikka Liest 12. Mai 2017 um 17:34

    Huhu!

    Ich war auch immer schon ein Listenmensch! Neben mir liegt gerade mein Bullet Journal, und ich habe heute auch schon einiges abhaken können. (Juchhu!) Das Bullet Journal ist für meine täglichen Pläne, und dann habe ich noch einen Filofax für meine wöchentlichen und monatlichen Pläne und To-Do-Listen und alle anderen Listen wie meine Leseliste. :-)

    Ich habe deinen Beitrag HIER für meine Kreuzfahrt durchs Meer der Buchblogs verlinkt!

    LG,
    Mikka
    mikka@mikkaliest.de

  • Antworten Monatsrückblick April und Mai – Sommermädchenswelt 16. Juni 2017 um 17:31

    […] Herzpotential ging ein interessanter Beitrag zum Thema Listenliebe online und ich muss euch sagen, ich habe den Artikel gelesen und mir gedacht: Wow, da ist jemand […]

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