[Lieblingsbücher-Challenge] Kathryn Stockett – Gute Geister

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„Jackson, Mississippi, 1962: Skeeter ist frustriert.Nach dem Studium verbringt sie die Tage auf dem elterlichen Baumwollfarm, als einzige ihrer Freundinnen ohne einen Ring am Finger. Sehr zum Missfallen ihrer Mutter. Skeeter wünscht sich nur eins: Sie will weg aus dem engen Jackson und als Journalistin in New York leben. Und um diesem Ziel näher zu kommen, verbündet sie sich mit zwei schwarzen Dienstmädchen, die ebenso unzufrieden sind wie sie: Aibileen zieht die Kinder ihrer Arbeitgeber auf – das Tafelsilber darf sie aber nicht berühren. Und Minny ist auf der Suche nach einer neuen Stelle. Sie ist bekannt für ihre Kochkünste, aber sie ist auch gefürchtet: Denn Minny trägt das Herz auf der Zunge. Und gemeinsam beschließen die drei außergewöhnlichen Frauen, gegen die Konventionen ihrer Zeit zu verstoßen und etwas Unglaubliches zu wagen….“

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Auch bei diesem Lieblingsbuch weiß ich noch genau, wann ich es das erste Mal gelesen habe: Oktober 2012. Außerdem weiß ich noch, dass ich es direkt 3 Mal hintereinander gelesen habe, so beeindruckt war ich. Bis zu diesem Buch hatte ich mich mit den Südstaaten der USA in den 1960er Jahren nur am Rande auseinader gesetzt. Und seitdem habe ich leider auch keinen Roman entdecken können, der ebenfalls dort angesiedelt ist (falls jemand einen Tipp hat – immer her damit!).

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Besonders gefallen haben mir die drei unglaublich starken Hauptfiguren. Trotz ihrer Unterschiedlichkeit hat mich jede gleichermaßen beeindruckt! Jede holt aus ihrer persönlichen Situation das Möglichste heraus, nimmt Rückschläge in Kauf und lässt sich nie unterkriegen. Und alle drei stehen dem Bild der guten Ehefrau, die zuhause sitzt und sich um Haus und Kinder (und Dienstboten) sorgt, auf eigene Art und Weise gegenüber. Ganz besonders Skeeter, die einzige Weiße der Hauptfiguren, steht den Erwartungen der Gesellschaft an eine Frau (mehr oder weniger) selbstbewusst entgegen. Es war unglaublich faszinierend zu lesen, wie sich die Figur im Laufe der Handlung weiter entwickelt. Gleiches gilt natürlich auch für Aibileen und Minny, auch sie werden im Laufe der Erzählung in ihrem Handeln immer sicherer. Ganz besonders bemerkt man dies, als sich die drei Frauen für ein gemeinsames Projekt zusammentun.

Das Buch lässt sich erstaunlich schnell lesen, dennoch würde ich es nicht  als die „klassische leichte Lektüre“ bezeichnen. Es gibt immer wieder extrem absurde Geschichte, die einen unglaublich traurig und sehr nachdenklich machen. Ich habe zwischendurch immer wieder gedacht:“ So etwas kann es doch gar nicht gegeben haben…“. Doch ich glaube, dass die Autorin die zeitlichen und gesellschaftlichen Gegebenheiten sehr gut erfasst hat und wiedergibt. Aber trotz der Tragik, die die Geschichte mit sich bringt, ist sie unglaublich witzig und absolut empfehlenswert. Mir jedenfalls hat sie auch beim wiederholten Lesen immer noch so viel Spaß gemacht, wie beim ersten Mal.

Eure Maike

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1 Kommentar

  • Antworten [Monatsfreude] Darauf freuen wir uns im Juni + Nachtrag zum Mai | Herzpotenzial 3. Juni 2015 um 16:55

    […] Zeitungen sind? Nathanael West zeigt, dass manchmal jemand ganz unerwartetes dahinter steckt (wer “Gute Geister” gelesen hat, wo die wenig hausfrauliche Skeeter die Fragen von Hausfrauen beantwortet, weiß das). […]

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