[Lieblingsbücher-Challenge] Jostein Gaarder – Das Orangenmädchen

Im Rahmen der “Lieblingsbücher-Challenge” liest jede von uns noch einmal 12 ihrer Lieblingsbücher und präsentiert sie hier.


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[lightgrey_box]Georg ist 15 und lebt mit seiner Mutter, seinem Stiefvater und der kleinen Miriam in Oslo. An seinen Vater kann er sich kaum noch erinnern; er ist gestorben, als Georg vier war. Doch nun, elf Jahre später, greift Georgs Vater wieder in sein Leben ein -– mit einem langen Brief, der all die Jahre versteckt war. Die Lektüre dieses Abschiedsbriefes ist für Georg eine Reise in die Vergangenheit. Doch bald begreift er, dass es darin auch um seine Zukunft geht, zum Beispiel um die Frage, wie er es mit der Liebe hält. Und dem Leben. Sein Vater konnte ihm keine Antworten mehr geben. Aber er konnte seinem Sohn die richtigen Fragen stellen. »Einmal lesen reicht nicht! Ein wunderbarer Abschiedsbrief und eine ergreifende Lovestory.«[/lightgrey_box]

2014-05-12 16.34.57 Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich dieses Buch gelesen habe. Ich war frisch Mutter geworden und deshalb hatte mich die Geschichte einfach umgehauen. Die Geschichte ist so intensiv wie auch einfach: Es ist ein sehr langer, romantischer und liebevoller Abschiedsbrief eines sterbenden Vaters an seinen Sohn – an dessen zukünftiges Ich, denn zum Zeitpunkt des Briefes ist der Junge noch ein Kleinkind. Die Geschichte erzählt vom Wunder der Liebe und dem Wert des alltäglichen Augenblicks in Worten, die man wohl so nur Gaarder findet. Was mir bei „Sophies Welt“ eindeutig zu viel Alltagsphilosophie und etwas viel Schmalz war, findet hier genau das richtige Maß aus Selbstironie, Erinnerungen, philosophischen und emotionalen Gedanken in einer netten kleinen Geschichte. Als ich das Buch dieses Mal gelesen habe, war ich wieder völlig berührt, musste aber immerhin nicht hemmungslos stundenlang heulen. Trotzdem ist diese Geschichte für mich etwas ganz Besonderes. Sobald man Kinder hat, fürchtet man wohl nichts so sehr, wie das Kind zu verlieren oder dessen Leben zu verpassen. Was, wenn ich meine Kleine nicht aufwachsen sehen könnte? Was würde ich ihr sagen wollen? Dieses Buch lässt mich stundenlang grübeln – und meinen Mann und meine Tochter fester in die Arme zu schließen. Mehr kann man wohl nicht von einem Buch erwarten? Ich lege dieses Buch jedem ans Herz, es ist einfach ein kleiner Schatz. Und da ja momentan alle im „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“-Fieber sind: Euch wird dieses Buch sicherlich gefallen!

Eure Mareike

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