[Lieblingsbücher-Challenge] F. Scott Fitzgerald – Der große Gatsby

Im Rahmen der “Lieblingsbücher-Challenge” liest jede von uns noch einmal 12 ihrer Lieblingsbücher und präsentiert sie hier.
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[lightgrey_box]Ergreifend und mit subtiler Finesse erzählt Fitzgerald die Geschichte des schillernden Emporkömmlings Jay Gatsby, der auf seinem Anwesen rauschende Feste feiert, um seine einst verlorene Liebe zurückzugewinnen – eine Geschichte über die Macht großer Gefühle und das schmerzhafte Scheitern eines romantischen Traums. Diese Ausgabe präsentiert den grandiosen Klassiker der amerikanischen Literatur in neuer Übersetzung.[/lightgrey_box]

Große GatsbyDie Geschichte von Gatsby wird erzählt von dem kleinen Angestellten Nick, der ein kleines Haus auf dem East Egg von Long Island bezieht, um in New York zu arbeiten. Schnell merkt er, dass East Egg die Seite der Neureichen ist und der größte Emporkömmling der letzten Jahre hat sein beeindruckendes Gebäude direkt neben seinem kleinen Gartenhäuschen. Kurz darauf bekommt er eine Einladung zu einer der legendären und rauschenden Parties von Gatsby und bald erfährt er, dass Gatsby ihn für seinen Plan benötigt. Nicks Cousine Daisy (wohnt auf dem West Egg, weil altes, adliges Geld) ist Gatsbys verflossene große Liebe und Nick soll den Kontakt zu der inzwischen reich verheirateten Daisy herstellen. Es folgt ein Sommer voller Parties, Glamour und Betrug. Es schimmert jedoch immer ein Gefühl der Leere und Sinnlosigkeit durch die Erzählung. Keiner ist wirklich ehrlich, weder mit den anderen noch mit sich selbst. Kein Wunder also, dass diese Geschichte in einer Katastrophe enden muss…
Dieses 1925 erschienene Meisterwerk hat für mich nichts an seiner Leuchtkraft, seinem Glamour oder seiner emotionalen Intensität verloren. Für mich ist es DAS Werk der Lost Generation, denn in dieser Gesellschaftsstudie wird das Lebensgefühl dieser Generation perfekt und eindringlich übermittelt: Ein Gefühl von Leere und Verlorenheit, das eine ganze Gesellschaft durch Geschwindigkeit, Lautstärke, Alkohol und einem genussbetonten Leben zu übertönen versucht.
Wir haben ja bereits an einigen Stellen erwähnt, dass wir große Fans der Lost Generation und ihrer in Paris Zuflucht suchenden Vertreter sind. Wer in diese spannende Zeit eintauchen möchte, empfehlen wir Hemmingways Erinnerungen Paris: Ein Fest fürs Leben oder die tolle Gatsby-Verfilmung von Baz Luhrman von 2013.

Ein Buch, das zwar recht kurz ist, für mich aber trotzdem jedes Mal neue Aspekte enthält, die mir vorher nicht so deutlich aufgefallen waren. Ein Buch, dass ich inzwischen schon viele Male gelesen habe und ihm nie überdrüssig werde und das mit immer überraschen kann. Genau das macht für mich große Literatur aus.

Eure Mareike

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5 Kommentare

  • Antworten Alesha Linwell 23. August 2014 um 12:06

    Hi,
    Der große Gatsby lag bei mir sehr lange auf dem SUB. Nachdem ich Beautiful and Damned von Fitzgerald in meinem Auslandssemester in Belgien gelesen hatte, hab ich ihn mir gekauft und dann doch nicht zur Hand genommen, bis ich den Film von Baz Luhrman gesehen habe. Danach musste das Buch sofort vom SUB befreit werden und ich bin quasi durchgeflogen, soo schön!
    Eure Lieblingsbücher überhaupt sind total klasse, die meisten wandern entweder sofort auf meine Wunschliste, stehen da schon drauf oder sind Bücher, die ich auch gelesen und geliebt habe. ;)
    lg
    Alesha
    (rogue-books.de)

    • Antworten Mareike 24. August 2014 um 08:57

      Vielen Dank Alesha,
      es ist immer schön, wenn man auf Menschen mit einem ähnlichen Literaturgeschmack trifft. :)
      Viele Grüße
      Mareike

  • Antworten Bri 31. Oktober 2015 um 22:25

    Dieses Buch würde ich überall mit hinnehmen … meine Bibel. Doch ich denke, esgeht nicht nur um Liebe und Romantik, sondern vielmehr um identität und was diese eigentlich ausmacht … ich glaube, ich muss mich doch einmal an eine Rezension wagen. Gelesen habe ich das buch mindestens … ich habe keine Ahnung, aber sehr oft. Danke für den Schubs, es mit einer eigenen Rezension zu versuchen ;)
    LG, Bri

    • Antworten Mareike 31. Oktober 2015 um 22:33

      Liebe Bri,
      ich würde niemals behaupten, dass es sich hierbei um einen Liebesroman handelt – ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass ich nichts in dem Sinne in meinem Text geschrieben habe.
      Da dieser Text nur im Rahmen eines Re-Read-Projektes entstanden ist, würde ich ihn auch nicht als Rezension bezeichnen. Bei diesem Buch würde ich das auch niemals wagen. Für mich eindeutig zu wertvoll in seiner Gesamtheit, um ihn zu zerpflücken (was ich damals in meiner Massenarbeit schon tun musste).
      Ich bin gespannt, ob du eine Rezension demnächst verfasst. Ich lese sie bestimmt!

      Liebe Grüße
      Mareike

  • Antworten Rezension - Celeste Ng: "Was ich euch nicht erzählte" 14. Juni 2016 um 18:02

    […] F. Scott Fitzgerald: Der große Gatsby […]

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