[Lieblingsbuch-Challenge] Winifred Watson – Miss Pettigrews großer Tag

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Okay, ich hoffe, das zählt jetzt nicht als schummeln, aber ich habe dieses Buch erst vor einigen Wochen gelesen und deshalb käme es mir jetzt irgendwie unsinnig vor, es erneut zu lesen. Hier geht es zum Beitrag.

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Da mir dieses Buch wirklich außerordentlich gut gefallen hat, habe ich es euch bereits vor einiger Zeit als [Lieblingsstück] ans Herz gelegt. Meine Meinung über das Buch hat sich also kein bisschen verändert. Es ist immer noch eines meiner liebsten Bücher und ein Schmöker für einen kalten Nachmittag auf dem Sofa – bitte mit Pralinen und Wein/Sekt! Hier sind Tee und Keks nicht der richtige Begleiter. Die Stimmung ist ähnlich dekadent und gefangen zwischen Oberflächlichkeiten und wahren Gefühlen wie bei „Cheri“, den ich letzten Monat gelesen habe. Jedoch hat dieses amerikanische Werk einen ganz anderen Schwung. Die Geschichte wird quasi in Echtzeit mit filmreifen Dialogen erzählt, während „Cheri“ eher die leisen Zwischentöne und das Unausgesprochene beschreibt.

Trotz der Unterschiede im Erzählton bleibt das ähnliche Setting bestehen. Auch „Frühstück bei Tiffany“ lässt sich in das Schema aus „Schein und Sein“, „Glamour,Kosmetik, Mode und existenziellen Ängsten“ einordnen. Was sagt das über mich als Beauty-/Bücher-Bloggerin aus? ;) Die Spannung von Innerem und Äußerem fasziniert mich sehr und gerade in diesem Buch finde ich sie gut gelöst: Die Figuren entwickeln sich durch die ungewöhnliche Begegnung mit Miss Pettigrew weiter, wachsen innerlich und brechen aus ihrer Umgebung aus. Und Miss Pettigrew wird äußerlich verändert und findet dadurch zu ihren inneren Stärke und ihrem Selbstwert zurück. Und das alles auf eine unheimlich komische Art und Weise.

Okay, okay, vielleicht finde ich zwischen den Jahren doch nochmal eine ruhige Minute zum Neulesen. Ein glücklicher Nachmittag ist doch nicht verkehrt, oder?

Eure Mareike

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1 Kommentar

  • Antworten Katrin 31. Januar 2014 um 22:24

    Ich liebe dieses Buch!
    Auf englisch fand ich es noch besser. Möchten wir nicht alle mal so einen Tag erleben? Auch der Film ist gut umgesetzt.
    Da spielt Ciaran Hinds „Joe“, der in Janes Austen’s „Verführung“ „Captain Wentworth“ ist. Herrlich!

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