[Kehrwoche] Aufgeschobene und liegengelassene Bücher

Da wir euch gestern Bücher vorgestellt haben, die wir mit Müh und Not beendet haben und sie dann doch endgültig weggelegt haben, möchten wir euch heute die Bücher zeigen, die wir noch nicht aufgegeben haben. Sicherlich kennt jeder Vielleser das Gefühl, in einem Buch nicht besonders gut voranzukommen. Manchmal passen Stimmung, Genre oder das Thema in diesem Moment nicht zu einem. Man möchte gern das Buch lesen, denn eigentlich hatte man sich drauf gefreut, doch irgendwie springt der Funke nicht über. Oder man beginnt ein Buch und dann erscheint eins, dass man unbedingt sofort und jetzt und hier lesen möchte. Und das erste Buch verschwindet im Regal und gerät in Vergessenheit. Wir sind nun an unseren Regalen gewesen und haben diese Bücher – man erkennt sie am verräterischen Lesezeichen – herausgesucht und stellen sie euch nun vor.
Kehrwoche_logo

Mareike

Das verlorene Wochenende von Charles Jackson
Jackson-Wochenende-US-uc.indd

Ein Buch, auf das ich mich so sehr gefreut habe! Ein spannendes Thema und ein kleiner literarischer Schatz, der nun wiederentdeckt wurde. Leider ist der Text auch etwas sperrig. Ich kam nicht sehr schnell voran. Den ersten Abend des verlorenen Wochenendes habe ich bereits gelesen, doch die Abwärtsspirale der Sucht hat mir manchmal ganz schön zu Knabbern gegeben und ich habe zwischendurch zu einem anderen Buch gegriffen. Und wie das manchmal so ist: Aus den Augen aus dem Sinn.
Das möchte ich nun aber dringend ändern.

Die Interessanten von Meg Wolitzer

Wolitzer_InteressantenDieses Buch wollte ich hier eigentlich als eines der Bücher vorstellen, das ich in der morgigen Lesenacht weiterlesen möchte. Die Pressestimmen haben sich ja zu Die Interessanten förmlich überschlagen und viele Blogger griffen begeistert zu diesem Buch. Ich freute mich also sehr, als es bei mir einzog. Leider passiert auf den ersten 100-200 Seiten recht wenig, was den Titel oder die Begeisterung rechtfertigen würde. Die Autorin holt sehr weit aus und bereitet recht ausführlich spätere Handlungsstränge vor – wie ich nun weiß, denn ich habe es gestern noch beendet ;) Rezension folgt.

 

 

Abbitte von Ian McEwan
McEwanAbbitteEines der Bücher, die ich immer mal lesen wollte. Ich habe es auch engagiert begonnen und nach ca. 50 Seiten trudelte ein anderes Buch, das recht schnell thematisch für einen Beitrag eingeplant war, deshalb legte ich Abbitte zunächst zur Seite. Dann geriet es irgendwie in Vergessenheit. Vielleicht liegt es daran, dass ich den Film schon so oft geschaut habe und das Buch mir auf den ersten Seiten nichts Neues erzählen konnte. Ich gehe stark davon aus, dass sich Buch und Film unterscheiden, deshalb möchte ich dieses Buch unbedingt bald weiterlesen.

 

 

Maike

Place de l’Étoile von Patrick Modiano
Place de l`étoileIch glaube, das hier war eines der ersten Bücher, dass ich im Januar 2013 zur Hand genommen hatte. Irgendwie kam ich nie so richtig in die Story rein, gleichzeitig konnte ich es aber auch nicht aus der Hand legen. Und somit wanderte es immer mal auf meinen Nachttisch oder in die Handtasche und ich habe ein paar Seiten gelesen. Jetzt steht es seit ein paar Monaten im Regal, das Lesezeichen ragt oben heraus. Selbst als Modiano den Literatur-Nobelpreis erhalten hat war das für mich keine Motivation, zum Buch zu greifen. Mal gucken, wann ich mal wieder danach greife und weiter lese.

Die Frauen von Ithaka von Sandor Marai
Die Frauen von IthakaDas ist das Buch, bei dem ich nicht nachvollziehen kann, dass ich es aus den Augen verloren habe. Zwei Drittel habe ich direkt an einem Stück gelesen und dann…? Meine einzige Erklärung: es ist ein E-Book und ich neige dazu, meinen Reader „aus den Augen zu verlieren“ (lies: ich leg ihn irgendwo hin und finde ihn dann nicht wieder). Dabei ist die Geschichte wirklich gut, aber im vorweihnachtlichen Getümmel ist das Buch dann einfach untergegangen. Doch jetzt steht es auf meiner Liste für unsere Lesenacht am Samstag ganz oben!

Eragon – Der Auftrag des Ältesten von Christopher Paolini
EragonMein ganz persönliches „Buch der Schande“. Es liegt bereits seit mehreren Jahren herum und wartet, dass ich weiter lese. Mittlerweile bilde ich mir ein, dass mich das Lesezeichen verhöhnt, wenn ich an ihm vorbei gehe. Denn ja – es liegt die ganze Zeit am selben Ort: auf meinem Nachttisch. Ich werte das als unterbewusstes Zeichen, dass ich noch nicht aufgegeben habe. Obwohl ich es eines Tages einfach aus der Hand gelegt habe und seitdem nicht mehr angerührt habe…Aber der erste Teil gefiel mir dann doch so gut, dass ich es noch nicht als „abgebrochen“ werten will.

 

Schaut doch mal in eure Regale! Steckt da irgendwo noch ein verräterisches Lesezeichen? Möchtet ihr diesen Büchern eine neue Chance geben? Dann meldet euch doch direkt zu unserer morgigen Lesenacht an. Wir möchten dort angefangenen, dann wieder weggelegten Büchern unsere Aufmerksamkeit schenken und uns im Laufe der Nacht entscheiden: Springt der Funke über oder lasse ich dieses Buch endgültig sein?

Wir freuen uns auf eure Teilnahme und natürlich immer über Kommentare.

Eure Maike und Mareike

Vorherige Beiträge Nächste Beiträge

Vielleicht gefällt dir auch

1 Kommentar

  • Antworten Lotta 10. Januar 2015 um 00:10

    Hallöchen ihr Beiden. :D
    Ich habe den heutigen Beitrag ein bisschen für mich uminterpretiert, weil ich keine wirklich angefangenen und noch nicht beendeten Bücher habe. Aber ich habe ein Buch was momenten versauert.. das ist ja auch irgendwie „liegen geblieben“ ich hoffe, dass eure liegen gebliebenen alle noch gelesen werden, irgendwann. ^^

    Liebst, Lotta

  • Kommentar verfassen

    %d Bloggern gefällt das: