Homestories – Hausbesuche mit Westwing

Fragt ihr euch manchmal auch, wie es hinter manchen Wänden aussieht? Wer dort lebt, wie er sich eingerichtet hat und warum ausgerechnet so?
Nachdem Mercedes Lauenstein dieses Jahr einen Roman veröffentlicht hat, der sich diesen Fragen zumindest teilweise widmet, ist die Sachbuch-Branche da schon einen Schritt weiter.

Fischer_Homstories_Girly_DekoEinrichtungsbücher zeigen interessierten Lesern und Leserinnen auf unterschiedliche Art und Weise, wie sich bestimmte Stile auch in den eigenen vier Wänden umsetzen lassen, wie man Räume anders wirken lassen kann oder geben einfach Inspiration.
Dabei liegt die Schwierigkeit aber an einem anderen Punkt: einfach nur kopieren ist meistens sinnlos, denn so verlieren Haus und Wohnung die Persönlichkeit. Und gerade das macht es doch wohnlich – ein Foto oder ein Erinnerungsstück lassen unsere vier Wände bewohnt und belebt wirken und man fühlt sich zuhause. Das ist etwas, das man in Show-Settings nie hinbekommen wird, dafür muss man sich Räume suchen, in denen Menschen leben und Spuren hinterlassen.

Fischer_Homstories_Boho_KuecheGenau darum geht es in Delia Fischers neuem Buch „Homestories“. Sie und ihr Team haben Menschen in ganz Deutschland besucht und sie mit ihrem Zuhause zusammen porträtiert. So ein Buch ist natürlich stark bebildert (sonst wäre das alles nur halb so sinnvoll), aber neben den Bildern stehen auch die Geschichten zu einzelnen Gegenständen im Vordergrund. Zum Beispiel von Simone Schröder, die erzählt, wie die Treppe in ihrem Haus aufgebaut wurde. Das eigentlich cleane Foto wirkt gleich ganz anders, wenn man weiß, was für ein Aufwand dahinter steckt. Oder Ala Zander, die sagt, ihre Wohnung wäre die Basis ihres ruhelosen Lebens. Da versteht man ihren Einrichtungsstil gleich viel besser und sieht überall die Erinnerungsstücke von ihren Reisen. Es ist schon faszinierend, warum sich Menschen für bestimmte Dinge entscheiden und andere Ideen verwerfen und wie viele Geschichten selbst auf kleinstem Raum Platz haben. Selbst wenn die Wohnungen nur zeitweise bewohnt werden, da ihre Besitzer viel auf Reisen sind, es ist allen gelungen ihre Wohnung zu IHRER WOHNUNG zu machen.

Fischer_Homstories_Klassisch_WohnenWie auch schon der Vorgänger „Das große Buch der Wohnstile“ gliedert sich das Buch nach 8 Einrichtungskategorien auf – von Boho über Glamour zu Klassisch und Exzentrisch ist alles dabei. Hinter jeder Kategorie zeigen 3-5 Personen wie sie leben. Männer und Frauen, jung und alt, alles ist vertreten. Am Ende jedes Kapitels finden sich die Essentials in Sachen Einrichtung der einzelnen Bewohner und ein „Get The Look“ der Autorin mit Must-Haves des Stils. Insofern unterscheidet sich das Buch in diesem Punkt nicht vom Vorgänger. Ist aber auch gar nicht so schlimm, am Ende zählt eh der Inhalt. Und der hat mich überzeugt.

Und übrigens: Im Magazin von Westwing gibt es noch mehr Infos zu den Büchern. Schaut einfach mal vorbei, wenn ihr euch noch nicht sicher seid, ob die Bücher was für euch sind.

Fazit


Delia Fischers neues Buch „Homestories“ erlaubt nicht nur einen Blick durchs Schlüsselloch, es öffnet gleich die Türen. Da sie aber nicht aufgerissen werden ist das Buch eines, das sehr authentisch wirkt. Wohnung und Bewohner stehen gleichermaßen im Vordergrund.

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Eure Maike

Übrigens: Auf Callwey.de wird das Buch gerade verlost!


Delia Fischer – Westwing
Verlag: Callwey
224 Seiten, Hardcover, 36 €

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