Hannah Frey – Clean Eating Basics

Zum Jahreswechsel habe ich über gute Vorsätze nachgedacht. Eigentlich halte ich die für ziemlich sinnlos, nehme mir aber trotzdem jedes Mal wieder etwas vor. Und für 2017 war es, dass ich wenigstens an den Wochenenden koche.  In der Woche esse ich eher so lala – nicht direkt ungesund, aber auch nicht sonderlich ausgewogen. Daher sollte mein Essen am Wochenende gewissermaßen ein Ausgleich sein.

Und da sich solche Vorhaben mit einem neuen Kochbuch vielleichter umsetzen lassen, zog „Clean Eating Basics“ von Hannah Frey bei mir ein. Ich hatte schon viel über diese Ernährungs-Philosophie gelesen und kannte die Autorin durch ihren Blog. Auch wenn mir von Anfang an klar war, dass eine rein cleane Ernährung nichts für mich ist, so hoffte ich doch wenigstens auf Inspiration.
Das Buch ist in drei einzelne Bereiche aufgeteilt. Im ersten Bereich mit dem Titel „Clean Eating – Der neue Weg“ erläutert die Autorin das Konzept Clean Eating und welche Grundsätze es beinhaltet. Sie geht dabei zum Beispiel darauf ein, warum regional und bio so wichtig für eine cleane Ernährung sind und welche Do’s und Dont’s zu beachten sind. Außerdem bringt die Autorin ihren Lesern den Zusammenhang von Clean Eating und Yoga (Achtsamkeit!) näher. Im zweiten Teil „Clean Eating im Alltag“ geht es darum, das KOnzept auf den eigenen Alltag zu übertragen. Gerade heute, wo wir es gewohnt sind, Essen so schnell wie möglich zuzubereiten, sind kleine Hilfestellungen  eine echte Erleichterung. Zusätzlich zu vielen Tipps zum Thema Einkaufen und Vorratshaltung gibt es einen bebilderten Power-Yoga-Zyklus. Im dritten Teil „Cleane Power Rezepte“ geht es dann ans Eingemachte. Für jede Mahlzeit und jedes (Zeit-)Budget hat die Autorin eine Vielzahl von tollen und kreativen Rezepten.

Ich muss zugeben, dass ich Teil Eins und Zwei fast vollständig ignoriert habe. Gekauft habe ich das Buch vor allem wegen der Rezepte und somit als Kochbuch – den Achtsamkeits- und Yoga-Teil fand ich eher irritierend und nicht sonderlich spannend. Das lag natürlich auch daran, dass ich von Anfang an Inspiration fürs Kochen suchte. Entsprechend bin ich direkt zu den Rezepten gesprungen. Das erste was mir dabei auffiel, war die unglaubliche Farbenpracht der einzelnen Gerichte. „Eat the Rainbow“ wird hier quasi wörtlich genommen, kaum ein Gericht das nicht mit leuchtenden Farben aufwarten kann. Schon beim Anblick läuft einem das Wasser im Mund zusammen. Beim Lesen habe ich relativ schnell festgestellt, dass die Rezepte leicht umsetzbar sind und mit wenigen Zutaten auskommen. So wie das Gericht, das ich als erstes nachgekocht habe: Pastinaken-Gnocchis. Genau drei Zutaten brauchte ich und ja, ich hatte alles im Haus (Zufall, normalerweise habe ich einen eher übersichtlichen Vorratsschrank). Das Ganze war zwar nicht wirklich farbenfroh, aber sehr lecker. Und ich weiß jetzt, wie einfach Gnocchi herzustellen sind! Schon dafür Daumen hoch.
Um dann aber doch noch einmal etwas mehr farbiges auszuprobieren, habe ich den mexikanischen Salat zubereitet. So einfach und doch so genial. Das schwierigste war hier, eine reife Avocado aufzutreiben. Auch hier war ich vom Ergebnis wieder begeistert.
Wie leicht nachkochbar die Rezepte sind, sehr ihr zum Beispiel hier.

Irgendwann habe ich dann doch noch einmal die ersten beiden Teile de Buches genauer unter die Lupe genommen. Und auch wenn es nichts für mich ist, so muss man der Autorin hier ein Kompliment aussprechen: Sie hat es geschafft, ein ganzheitliches Konzept auf wenigen Seiten verständlich darzustellen. Solltet ihr Clean Eating aktiv leben wollen, so bietet dieses Buch mehr als einen einfachen Einstieg in die Thematik.

Fazit

Clean Eating bringt Farbe auf den Tisch. Auch wenn ihr nicht euer komplettes Leben umstellen wollt, solltet ihr euch diesen Trend einmal anschauen. Die Rezepte von Hannah Frey peppen die Mahlzeiten auf und machen sie zu einem Genuss für Augen und Gaumen.

Eure Maike


Hannah Frey – Clean Eating Basics
Verlag: GU
144 Seiten, Klappbroschur, 16,95 €

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4 Kommentare

  • Antworten Die Vorleser 25. März 2017 um 14:16

    Liebe Maike,

    Hannah Frey kannte ich bisher nur über ihren Blog. Danke, für den guten Buchtipp.

    Liebe Grüße von den Vorlesern

  • Antworten Nanni 28. März 2017 um 06:59

    Liebe Maike,

    schön, dass dir das Buch auch gefallen hat. Ich finde die Rezepte von Hannah Frey wirklich toll und einfach nachzukochen. Bei uns gab es gestern die Pastinaken Gnocchi aus diesem Kochbuch und sogar der Mann, der gesunder Ernährung oftmals skeptisch gegenübersteht (zum Glück aber trotzdem alles, was ich koche, brav isst ;D) war begeistert wie lecker sie schmecken.

    Liebe Grüße
    Nanni

  • Antworten Philip 7. April 2017 um 13:04

    Hallo liebe Maike,
    vielen herzlichen Dank für diese Buchbesprechung und die vertiefenden Einblicke, auch wenn ich gerne noch ein paar tiefergehende Infos begrüßt hätte. Aber gar nicht schlimm. Ich bin sehr froh, dass es mittlerweile viel zum Thema Clean Eating gibt, da ich mich mit dieser Thematik verstärkt auseinandersetzen möchte!
    Mit diesem Beitrag hab ich auf jeden Fall wieder ein Augenmerk auf einw eiteres Buch geworfen, danke dafür! :-)

    Liebe Grüße und ein tolles Wochenende
    Philip

  • Antworten Nicole Katharina 9. April 2017 um 12:45

    Hallo ihr lieben
    ich selbst versuche auch Clean Eating etwas umzusetzen und suche auch eher immer Kochideen als nur reines faktisches Wissen.
    Deswegen weiß ich nicht, ob mir euer Buch zusagt, und bin da eher skeptisch.
    Aber ich durfte aus dem Bloggerportal ein Clean Eating testen, wo einfach mal alle wichtigen Fakten zu finden sind, dieses Buch hilft mir immer noch, mich mit dem Clean Eating zu beschäftigen.
    Liebe Grüße
    Nicole

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