[Einrichtungswoche] Schöner Wohnen mit Schöner Wohnen

Die „Schöner Wohnen“ ist in Deutschland eine der klassischen Zeitschriften für Wohnen und Einrichten. In meinem Empfinden existiert sie schon immer. Ich erinnere mich, dass meine Mutter in den frühen neunziger Jahren einige Ausgaben bei uns herum liegen hatte. Ich hatte gerade lesen gelernt und der Schriftzug des Titels hat sich mir seitdem eingeprägt. Und ich erinnere mich an die Bilder – auch wenn ich seit damals weiß, dass es auch beim Wohnen seltsame Trends gibt (die Neunziger halt…).

Einrichtungswoche_Logo
Schon damals war eine der Autorinnen Mitglied der „Schöner Wohnen“-Redaktion. Juliane Zimmer arbeitete insgesamt 35 Jahre für die Zeitschrift. Ihre Kollegin und Co-Autorin Anne Zuber hat sie für eine Kolumne jeden Monat zu verschiedenen Themen interviewt. Aus dem gesammelten Material entstand dann dieses Buch, das viele Fragen zum Thema Einrichten Das grosse Wohnbuchzu beantworten versucht. Und da Juliane Zimmer sich schon eine gefühlte Ewigkeit mit allem Möglichen zu diesem Thema beschäftigt, hat sie einiges an Wissen und interessanten Ideen angesammelt. In diesem Buch geht es ihr nicht darum, Trends vorzustellen oder die Leser zu etwas zu inspirieren, was sich spontan umsetzen lässt. Es geht um Themen auf einer übergeordneten Ebene – zum Beispiel, was beim Kauf eines Sofas zu beachten ist oder wie man einen Raum ideal ausleuchtet.

Daher geht es in den ersten Kapiteln erst einmal um ganz Grundlegendes. Zum Beispiel um das Thema Ordnung halten. Wie viel Ordnung braucht man in den eigenen vier Wänden, wie schafft man sie und wie behält man sie bei? ganz klassische Fragen und Probleme, mit denen jeder schon mal konfrontiert war.

Quelle: Das grosse Wohnbuch

Quelle: Das grosse Wohnbuch

Anschließend wird den einzelnen Räumen von Wohnzimmer über Küche bis hin zu Balkon und Terasse, ein eigenes Kapitel gewidmet. Die Texte sind dabei teils in Interview- und teils in kurzer Kolumnen-Form gehalten, ein Stil, der sich durch das gesamte Buch zieht. Im Allgemeinen kann man sie als kurz und knackig bezeichnen. Es gelingt den Autorinnen, in wenigen Sätzen eine unglaubliche Dichte an Informationen zu erreichen. durch die gewählte Form liest es sich aber herrlich leicht. Ein Vorteil ist auch, dass man bestimmte Tipps sehr schnell wiederfindet, da alles so hübsch voneinander getrennt ist. Das gefällt mir wirklich sehr. Kein langes Suchen in irgendwelchen Absätzen, sonders einfach nur nach der richtigen Frage Ausschau halten. Zwischendurch gibt es immer wieder besonders hervorgehobene Sätze, die wie Formeln fürs Wohnen wirken. So zum Beispiel „Weisse Räume fördern das Denken, sie wirken wie ein unbeschriebenes Blatt“ (S. 164,

Quelle: Das grosse Wohnbuch

Quelle: Das grosse Wohnbuch

einer meiner Lieblingssätze). Ganz toll finde ich auch, dass am Ende eines jeden Kapitels die wichtigsten Tipps noch einmal zusammen gefasst auf einer Seite dargestellt sind.
Natürlich ist das Buch auch mehr als großzügig bebildert. Bei den Fotos fällt auf, dass kein bestimmter Wohnstil im Vordergrund steht. Das unterstreicht die Aussage der Autorinnen, dass jeder wohnen könne, wie er wolle. Die Bilder dienen damit vorrangig der Illustration der einzelnen Tipps und sollen dem Leser eine Idee zur Umsetzung geben. Dennoch sind alle dargestellten Wohnideen sehr klassisch oder auch konservativ gehalten, ganz im Stil der Zeitschrift „Schöner Wohnen“. Die abgebildeten Räume fand ich nur ganz selten ansprechend oder inspirierend, irgendwie wirkten sie so unbelebt und verlassen. Da habe ich dann doch einiges an Atmosphäre vermisst, denn gerade ein Buch übers Einrichten lebt doch von seinen Bildern.

Quelle: Das grosse Wohnbuch

Quelle: Das grosse Wohnbuch

Fazit: Ein großes Wohnbuch, dass sich auch mal ganz allgemein mit dem Thema Wohnen und Einrichten beschäftigt und Antworten auf grundlegende Fragen bietet. Dabei geht es gar nicht darum, Inspirationen zur schnellen Umsetzung zu kreieren, die Autorinnen bleiben immer auf einer übergeordneten Ebene. Leider sind die Bilder sehr starr und unbelebt, dadurch fehlten mir beim Lesen Identifikationspunkte und konnten mich nicht begeistern.

kleines Herz gefülltkleines Herz gefülltkleines Herz gefülltkleines Herz leerkleines Herz leer

Juliane Zimmer & Anne Zuber – Das grosse Wohnbuch
Verlag: Callwey
192 Seiten, Hardcover, 29,95 €

Eure Maike

Vorherige Beiträge Nächste Beiträge

Vielleicht gefällt dir auch

2 Kommentare

  • Antworten Lotta 26. Februar 2015 um 11:58

    Hallöchen :)
    Ich bin hier nur noch am Schmachten! Das sieht alles so unheimlich gemütlich aus. Aber ich muss zugeben, dass ich große Räume mit wenig drin nicht besonders mag. Da sagt mir das Dachbild nicht so besonders zu. Ich brauchs immer klein und kuschelig. :D

    Liebst, Lotta

    • Antworten Maike 27. Februar 2015 um 20:56

      Hey Lotta! Mir geht es da ähnlich, darum steh ich total auf schöne (flauschige) Kissen :-) dadurch bekommen Räume für mich immer etwas mehr Struktur.
      Liebste Grüße, Maike

    Kommentar verfassen

    %d Bloggern gefällt das: