Buchiger Monatsrückblick Juni

Heute ist schon der 1. Juli! Wir haben die erste Hälfte des Jahres schon hinter uns. Das Beste ist aber, dass aktuell hier im Norden der Sommer Einzug hält. Endlich wieder draußen lesen!

Ein großes Thema im Juni war der Poststreik. Wie so viele andere haben auch wir seit 4 Wochen eigentlich keine Post mehr erhalten. Immerhin gibt es Twitter, wo man sich mit anderen darüber austauschen kann, denn natürlich sehen auch wir die Berechtigung dieses Streiks. Aber ein wenig gruseln wir uns jetzt schon vor den Massen an Post, die theoretisch irgendwann hier ankommen müssten…
Ein Highlight hingegen war, dass wir uns endlich den Herbst-Vorschauen der Verlage widmen konnten. Unsere persönlichen Highlights findet ihr hier und hier, bald folgen auch noch unsere gemeinsamen Highlights. Was aber faszinierend ist: Auf den Listen finden sich tatsächlich schon die ersten Bücher, die diesen Monat erscheinen (Herbst, höhö). Die werdet ihr also bereits in wenigen Tagen in unserer Monats-Freude für den Juli entdecken können.

Maike


Watson Hotel Alpha Der alte König in seinem Exil Weniger reden und öfter mal in die Badewanne

Diesen Monat hab ich es lesetechnisch eher ruhig angehen lassen. Das lag vor allen Dingen an der Kieler Woche. Da ist hier oben nämlich endlich mal was los, was im Umkehrschluss bedeutet, dass ich 10 Tage so gut wie gar nicht zum lesen komme. Und so sind es tatsächlich nur drei Bücher, die ich diesen Monat gelesen habe.
Da war zum einen „Hotel Alpha“ von Mark Watson. Wie ich bereits in dem dazu gehörigen Beitrag berichtet habe, war da das letzte Drittel recht zeitintensiv, auch wenn es sich am Ende durchaus gelohnt hat. Wirklich berührt hat mich Arno Geigers „Der alte König in seinem Exil“. Das Buch hatte ich irgendwann Anfang des Jahres gekauft, dann aber erst einmal liegen gelassen. Irgendwie hatte ich das Gefühl, ich würde zum Lesen besseres Wetter benötigen. Das war eine gute Entscheidung und so war dieses Buch das erste, das dieses Jahr mit mir in den Park durfte. Und dann habe ich noch die neue Kolumnensammlung von Nick Hornby gelesen, ein Buch, auf das ich mich seit unserer Vorfreude-Woche im letzten Dezember gefreut habe. Schon allein der Titel „Weniger reden und öfter mal in die Badewanne“ ist großartig. Ich fand es spannend, mal etwas über das Leseverhalten eines Autors zu erfahren. Das Ganze war leichte und sehr amüsante Unterhaltung – und sehr befriedigend!

Mareike


Wolitzer_Stellung_Dumont_CoverPessel_amerikanische_Nacht_Fischer_Cover

Für mich persönlich war es ein sehr aufwühlender Monat, der viele Höhen und Tiefen hatte. Ich habe wohl alle um mich herum wahnsinnig gemacht. Entsprechend hatte ich oft keine rechte Ruhe zum Lesen. Eigentlich habe ich nur so richtig in den letzten Tagen in der Sonne wieder ganz intensiv zum Buch gegriffen – darum wird wohl mein Hals niemals braun werden, aber was soll’s! An den Tagen, an denen ich besonders aufgewühlt war, habe ich endlich mal wieder Hörbücher gehört. Vor einigen Jahren habe ich gut 40-50 Hörbücher im Jahr konsumiert und jetzt ist es eher ungewöhnlich, wenn ich mal dazu komme. Umso schöner, dass beide Lesungen absolut exzellent waren. Über die beeindruckende Inszenierung von „Wir waren furchtbar gute Schauspieler“ habe ich euch bereits berichtet. Und die beeindruckende Stimme von Mechthild Großmann macht „Der Schneeleopard“ zu einem fesselnden Hörerlebnis, dass die 14 Stunden wie im Flug vergangen sind.
Dass mich „Die fabelhaften Schwestern der Familie Cooke“ ebenfalls völlig begeistert haben, konntet ihr bereits am Montag nachlesen.  Mit „Die amerikanische Nacht“ hatte ich hingegen ein wenig mein Kämpfen, was nicht zuletzt an der Dicke von fast 800 Seiten lag. Außerdem ließ mich dieses Buch ein wenig ratlos zurück, weil ich mit völlig anderen Erwartungen an das Buch herangegangen bin.
„Die Stellung“ von Meg Wolitzer ist noch nicht erschienen, doch habe ich es bereits lesen dürfen, werde euch aber nichts verraten. Am Tag der Erscheinung erwartet euch hier aber direkt die Besprechung ;)


Nun beginnt der Juli und damit endgültig der Sommer. Wir hoffen sehr, dass wir viele sonnige Tage am Meer verbringen können (der kleine Luxus, wenn man im hohen Norden wohnt) und dass der Poststreik nicht all unsere Büchersendungen endgültig verschluckt.

Was war für euch im Juni besonders schön?

Eure Maike und Mareike

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1 Kommentar

  • Antworten Nanni 2. Juli 2015 um 20:01

    Hey,
    ein kleiner, aber feiner Rückblick.
    Watson möchte ich auch noch lesen. Seine vorigen Bücher mochte ich gern.
    Außerdem die fabelhaften Schwestern. Sie stehen schon bei mir im Regal und ich bin sehr gespannt auf sie, da ich durchweg positives gehört habe.
    Ich denke immer, dass ich vom Poststreik nicht betroffen bin, da unser Postbote weiterhin jeden Tag vor unserer Tür steht (so fern er durch die Baustelle kommt), aber dann ist mir aufgefallen, dass doch einige Päckchen aus weiter entfernten Ecken Deutschlands, auf sich warten lassen.
    Für mich war im Juni besonders schön, dass ich mir wieder mehr Zeit für Freunde genommen habe. Einfach mal wieder rum sitzen, ein bisschen quatschen und den Tag / Abend verstreichen lassen. Literarisch freue ich mich wieder ein bisschen mehr zum Fantasy Genre zurück gefunden zu haben, dass ich lange Zeit sehr mochte, aber im letzten Jahr deutlich vernachlässigt habe.
    Liebe Grüße und einen sonnige und wundervollen Juli.
    Nanni

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