Adriana Popescu – Lieblingsgefühle

Achtung, „Lieblingsgefühle“ ist der Nachfolgeband zu „Lieblingsmomente“. Wenn ihr wissen wollt, was im ersten Band passiert ist, dann findet ihr den in einer gut sortierten Buchhandlung in eurer Nähe. Oder ihr sucht euch eine Rezension, zum Beispiel diese hier von Sharon.


Das vorweg gesagt, muss ich gestehen: Ich habe den ersten Band auch nicht gelesen. Ich habe den Hype um die Bücher von Adriana Popescu zwar mitbekommen, aber nie selbst zu ihren Büchern gegriffen. Was ich viel spannender fand, war die Karriere der Autorin – von der Self-Publisherin zur Autorin beim Piper-Verlag. Ihre Bücher bewegen sich dabei in einem Genre, dass ich in der Regel ignoriere. Doch vor kurzem landete ein Exemplar von „Lieblingsgefühle“ in meinem Briefkasten. Ich habe das mal als Wink mit dem Zaunpfahl verstanden und mich ans Lesen gemacht.

[lightgrey_box] Als Layla von ihrer Weltreise zurückkehrt, warten in Stuttgart viele neue Lieblingsmomente auf sie: die erste eigene Foto-Vernissage, das erste Treffen mit ihrem neuen Galeristen und vor allem das lang ersehnte Wiedersehen mit Tristan. Alles scheint endlich perfekt. Doch während Layla sich über ihren plötzlichen Erfolg freut und eine neue Welt voll großer Chancen entdeckt, bemerkt sie nicht, dass sie alles, was ihr einmal wichtig war, verlieren könnte…[/lightgrey_box]

LieblingsgefühleDas Buch beginnt direkt mit einem vielsagenden Prolog, der vielen Fans der Serie mit Sicherheit Kopfzerbrechen bereitet hat. Besonders, da das erste Kapitel dann ein ganz anderes Bild zeichnet. Layla ist nach ihrer Weltreise zurück in Stuttgart und startet direkt mit einer eigenen Ausstellung durch. Eigentlich eine super Sache, denn das Ganze kann für sie eine echter Karrieresprung sein – dennoch ist sie wahnsinnig verunsichert, ob ihre Fotos gut genug für große Galerien sind. Dass ihr neuer Galerist der berühmte David Stiller aus Berlin ist, der in ihr den neuen Stern am Kunsthimmel sieht, kann ihr die Ängste vor dem Versagen auch nicht wirklich nehmen. Und auch Tristan, der ihr immer wieder Mut macht und versucht, sie zu erden, ist nur eine bedingte Hilfe. Denn er ist scheinbar etwas eifersüchtig auf David und fürchtet, dass er etwas aus Layla machen will, dass diese gar nicht ist. Der Leser merkt schon bald etwas, das Layla vor lauter Endorphinen erst später klar wird: Sie muss sich entscheiden, was sie eigentlich vom Leben will!

Wie bereits oben erwähnt, bewegen sich die Bücher von Adriana Popsecu innerhalb eines Genres, das ich eher selten beachte. Und dementsprechend skeptisch war ich auch vor der Lektüre. Und auch während des Lesens zeigte sich: vielleicht bin ich einfach zu alt für derartige Bücher. Vor allen Dingen Layla und Tristan waren mir einfach zu kindisch und in ihren Reaktionen zu vorhersehbar, genauso wie viele andere Charaktere auch. Sie waren von Anfang an sehr auf ihre Rollen festgelegt und zeigten leider kein Potenzial, sich weiterzuentwickeln. Trotzdem hat mich das nicht davon abgehalten, das Buch an einem Nachmittag zu lesen. Wenn auch mit Unterbrechungen, wenn mir das Personal des Buchs zu sehr auf die Nerven ging.
Auch die Story war mir zu vorhersehbar. Es war, als hätte ich das Schema schon hundertmal irgendwo anders gelesen und hätte hier nur eine weitere Variation vor mir. Alles in allem blieb es mir einfach zu oberflächlich, das ständige Hin und Her zwischen den beiden Protagonisten bot einfach zu wenig Abwechslung.

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Fazit


Ein Buch für Fans von Büchern mit ordentlich Drama und großen Gefühlen. Von beidem bietet Adriana Popescu mehr als genug, die Gefühlsachterbahn kommt nie zur Ruhe. Aber es ist halt einfach nicht mein Fall. Wenn ihr wirklich euphorische Rezensionen lesen wollt, dass schaut mal bei Lotta, Ela oder Evelyn vorbei.

Eure Maike


Adriana Popescu – Lieblingsgefühle
Verlag: Piper
416 Seiten, Kartoniert, 9,99 €

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1 Kommentar

  • Antworten primeballerina 6. Juli 2015 um 17:56

    Du bist mit deiner Meinung nicht alleine – obwohl sowohl „Lieblingsmomente“ als auch „LieblingsGefühle“ durchaus mein Lieblingsgenre sind, konnten mich beide Bücher auch nicht so recht überzeugen. Dafür hat mich aber „Ewig und eins“ von Adriana total überzeugt. Woran das nun lag, weiß ich auch nicht so recht, aber vielleicht magst du ihr so auch noch eine Chance geben. :-) Ich persönlich finde es schon recht überraschend wie unterschiedlich ich beide Bücher empfunden habe.

    Liebe Grüße

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